Test: Antiviruslösungen für Firmenrechner (Windows 7)

Das AV-Test Institut in Magdeburg hat 12 Schutzlösungen für Unternehmensrechner unter Windows 7 (64 Bit) getestet. Zwei Produkte haben die volle Punktzahl erreicht, durchgefallen ist kein Kandidat.

Bei seinen regelmäßigen Zertifizierungstests prüft das AV-Test Institut zwei Monate lang die von den Herstellern eingereichten Antiviruslösungen für den Unternehmenseinsatz (Endpoint Protection). Im Juli und August hat AV-Test unter Windows 7 (64 Bit) getestet. Der jüngste Test unter Windows 10 liegt bereits einige Monate zurück. Neben den elf durch ihre Hersteller nominierten Testkandidaten läuft stets Microsoft System Center Endpoint Protection als untere Messlatte mit.

Die Tester prüfen in den drei Kategorien Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit. Wie die Antivirusprogramme für Privatanwender müssen die Unternehmenslösungen im Real-World-Test über 160 aktuelle Schädlinge abwehren sowie etwa 15.000 Malware-Dateien erkennen, die nicht älter als vier Wochen sind. Die Geschwindigkeitstests ermitteln, wie sehr die Arbeitsplatzrechner durch Antivirusprogramme ausgebremst werden.

Die Benutzbarkeit ergibt sich aus der Zahl der im Testverlauf produzierten Fehlalarme. In jeder der drei Kategorien vergeben die Tester bis zu sechs Punkte. Produkte, die in jeder Kategorie wenigsten einen Punkt und in der Summe mindestens zehn Punkte erreichen, erhalten ein Zertifikat.

Die Testergebnisse
Die Mindestanforderungen für ein Zertifikat haben alle Kandidaten mühelos erreicht, es gibt jedoch deutliche Unterschiede. An der Spitze des Testfelds liegen Bitdefender Endpoint Security und Kaspersky Small Office Security, die volle 18 Punkte erzielt haben. Das zweite Kaspersky-Produkt im Test, Endpoint Security, folgt zusammen mit Trend Micro Office Scan knapp dahinter. Beide Lösungen haben bei den Geschwindigkeitstests einen halben Punkt liegen gelassen.

Neben den vier Top-Produkten haben auch F-Secure Client Security und Symantec Endpoint Protection bei der Schutzwirkung die volle Punktzahl erreicht. Sie bremsen jedoch bei Installation und Benutzung gängiger Anwendungsprogramme zum Teil deutlich stärker als die Spitzengruppe. Nur Sophos bremst starker als F-Secure – die Installation eines Software-Pakets kann mit Sophos-Schutz doppelt so lange dauern wie ohne Schutz. Auch F-Secure und Microsoft fallen hierbei unangenehm auf. Symantec liegt insgesamt im Mittelfeld, verzögert jedoch den Aufruf populärer Websites erheblich und dies auch deutlich mehr als alle anderen.

Fehlalarme sind bei Privatanwendern vor allem lästig, im Unternehmen jedoch richtig ärgerlich, denn da scheuchen sie oft mindestens zwei Personen auf. Lediglich die beiden Kaspersky-Lösungen haben sich im gesamten Testverlauf keinen Fehlalarm geleistet. Intel/McAfee, Sophos und Symantec mit je einem, Trend Micro mit zwei und Bitdefender mit drei falsch positiven Befunden bleiben noch im Rahmen des Erträglichen. F-Secure hat hingegen je neunmal falschen Alarm geschlagen. Der Rest liegt mit vier bis sechs Fehlalarmen noch im halbwegs vertretbaren Bereich.

Microsoft System Center Endpoint Protection landet mangels ausreichendem Schutz vor aktueller Malware auf dem letzten Platz. Quick Heals Business-Marke Seqrite hat sich, wie das Produkt für Privatanwender, in allen Teildisziplinen deutlich verbessert. Die kompletten Testergebnisse finden Sie auf der Website des AV-Test Instituts .

Die Testergebnisse

Auf der zweiten Seite finden Sie zum Vergleich die Ergebnisse des vorherigen Tests unter Windows 7 aus dem März.

 

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Test: Antiviruslösungen für Privatanwender (Windows 7)

Das Magdeburger AV-Test Institut hat 23 Antivirusprogramme für private PCs unter Windows 7 (64 Bit) getestet. Drei Lösungen haben die volle Punktzahl erreicht, durchgefallen ist keine.

Das AV-Test Institut in Magdeburg führt regelmäßig Zertifizierungstests für Antivirus-Software durch. Die Hersteller reichen ihre Produkte zu einer umfassenden Prüfung ein, die zwei Monate dauert. Der aktuelle Test hat unter Windows 7 (64 Bit) stattgefunden. Auch unter Windows 10 werden Antiviren-Tools getestet. . Zu den 22 Testkandidaten kommt außer Wertung Microsofts Gratislösung Security Essentials als untere Messlatte.

Geprüft wird in den drei Kategorien Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit. Um einen PC zu schützen, können die Programme in diesem Test alle Register ziehen, die ihnen zur Verfügung stehen, einschließlich Cloud-Abfragen. Sie müssen im so genannten Real-World-Test über 160 aktuelle Schädlinge erkennen und abwehren sowie 15.000 Malware-Dateien erkennen, die nicht älter als vier Wochen sind.

Bei den Geschwindigkeitstests prüft AV-Test, wie stark ein Antivirusprogramm übliche Dateioperationen ausbremst. In der Kategorie Benutzbarkeit wirken sich Fehlalarme und falsche Warnungen beim Besuch legitimer Websites sowie bei Installation und Benutzung harmloser Software aus. In jeder Kategorie gibt es maximal sechs Punkte. Produkte, die in jeder Kategorie wenigsten einen Punkt und insgesamt mindestens zehn Punkte erreichen, erhalten ein Zertifikat.

Die Testergebnisse
Alle Testkandidaten haben die Mindestanforderungen für ein Zertifikat erfüllt. Fünf Schutzlösungen haben beim Schutz vor Malware volle sechs Punkte erreicht. Die Spitze bilden Bitdefender, Kaspersky Lab und Trend Micro, die im Test die vollen 18 Punkte erzielt haben. Außer diesen drei Programmen bieten auch Symantec/Norton und F-Secure maximalen Schutz, haben jedoch bei der Geschwindigkeit und/oder den Fehlalarmen Punkte liegen gelassen. Neben Norton hat auch Avira mit 17 Punkten ein sehr gutes Gesamtergebnis erreicht.

Bei 16,5 Punkten beginnt bereits das Mittelfeld, das von AVG, BullGuard, Qihoo 360 und Quick Heal angeführt wird. Quick Heal hat damit einen großen Sprung nach vorne gemacht, denn bislang war der indische Hersteller stets auf den hinteren Plätzen zu finden. Dahinter folgen Checkpoint (ZoneAlarm), F-Secure und Intel/McAfee mit 16 Punkten. Mit 12 Punkten ist Comodo einsames Schlusslicht, zwei Punkte hinter Panda und Microsoft. Das kostenlose Panda Cloud Antivirus setzt damit seinen Abwärtstrend fort, der vor allem der Bremswirkung des Produkts geschuldet ist.

Etwas weniger als Panda, jedoch immer noch deutlich bremsen die Lösungen von Avast, Emsisoft, G Data, MicroWorld und ThreatTrack (Vipre). Am stärksten macht sich die Verlangsamung des Rechners bei der Installation gängiger Software-Pakete bemerkbar, die etwa bei Panda auf einem schellen PC fast doppelt so lange dauert wie ohne aktiven Virenscanner. Bei Bitdefender macht der Geschwindigkeitsverlust hingegen nur zehn Prozent aus.

Bei den Fehlalarmen zeigt sich ebenfalls ein gemischtes Bild. Avira, Checkpoint, Kaspersky und McAfee haben alles Testläufe absolviert ohne falschen Alarm auszulösen, den einen Fehlalarm bei Norton sollte man, wie auch die zwei bei Trend Micro, nicht auf die Goldwaage legen. Das andere Extrem bildet AhnLab V3, das 30 Fehlalarme produziert hat. K7 TotalSecurity mit 19 und Comodo mit 18 Fehlalarmen sind nicht so viel besser, wie der große Abstand suggerieren mag. Auch die 12 falsch positiven Befunde bei Panda Cloud Antivirus sind ebenso klar zu viel wie die zehn Fehlalarme von F-Secure. Quick Heal hat sich auch in dieser Disziplin klar verbessert und seine falschen Befunde nahezu halbiert. Die kompletten Testergebnisse finden Sie auf der Website des AV-Test Instituts .

Die Testergebnisse

Auf der zweiten Seite finden Sie zum Vergleich die Ergebnisse des vorherigen Tests unter Windows 7 aus dem März.

 

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Test: Der beste Virenschutz für Ihr Android-Smartphone

Das AV-TEST Institut hat 26 Schutz-Apps für Android getestet. Mehr als die Hälfte der Testkandidaten haben die maximale Punktzahl erreicht, durchgefallen ist keine der Antiviruslösungen.

Im Juli hat das AV-Test Institut 26 mobile Schutzlösungen geprüft. Wir haben mit Alibaba und Baidu wieder zwei Apps aussortiert, die nur mit chinesischer Bedienoberfläche erhältlich sind. Von den verbleibenden 24 Schädlingsbekämpfern haben 18 die Höchstpunktzahl erzielt. Das sind noch einige mehr als beim vorherigen Test im Mai.

Die Tests unterteilen sich in die Kategorien Schutzwirkung und Benutzbarkeit. Der Schutz vor Malware wird zum einen mit Schädlingen geprüft, die nicht älter als vier Wochen sind. Zum anderen werden bei den so genannten Real-Time-Tests alle Apps gleichzeitig auf identischen Smartphones mit tagesaktueller Malware konfrontiert. In die Benutzbarkeit gehen Beeinträchtigungen der Akkulaufzeit und der Geschwindigkeit sowie der durch die Apps erzeugte Datenverkehr sein. Ferner werden die Fehlalarme eingerechnet, die die Schutzlösungen bei harmlosen Apps produzieren.

Für sinnvolle zusätzliche Sicherheitsfunktionen, etwa Backup, Diebstahlschutz oder Web-Filter, gibt es einen Zusatzpunkt. Schutzlösungen, die in der Summe mehr als acht der möglichen 13 Punkte erreichen, erhalten ein Zertifikat. Die Tests sind auf echter Hardware (kein Emulator) unter Android 5.1.1 durchgeführt worden. Die Testkandidaten konnten jederzeit auf neueste Updates sowie Cloud-Dienst zugreifen.

Anti-Malware für Android: Testergebnisse Juli I

Die Testergebnisse
Die Mindestanforderungen für ein Zertifikat haben alle getesteten Apps erfüllt. Die volle Punktzahl haben 18 der 24 Testkandidaten erreicht – im Originaltest sogar 19 von 26, wenn man die aussortierten chinesischen Apps mitrechnet. Weitere zwei Schutz-Apps folgen mit einem halben Punkt Abstand. Mit an sich noch ganz guten 12 von 13 Punkten landet eine Schutzlösung also im Schlussviertel der Ergebnistabelle. Selbst die drei schwächsten Apps im Test haben noch respektable 11 Punkte erzielt.

Auf volle (wenn auch gerundete) 100 Prozent Malware-Erkennung haben es zehn der Schutzlösungen gebracht. Sechs Punkte gab schon für etwas weniger Leistung, sodass 18 Apps die volle Punktzahl für die Schutzwirkung erhalten haben. Doch selbst die schwächsten Apps im Testfeld haben noch mehr als 97 Prozent der Mobilschädlinge erkannt.

Anti-Malware für Android: Testergebnisse Juli II

ESET Mobile Security V3 DE Android

Nahezu völlig ausgeglichen ist das Bild in der Kategorie Benutzbarkeit. Nur zwei Apps, AVG und Quick Heal, haben nicht die vollen sechs Punkte erreicht. Das bedeutet, die Schutzlösungen beeinträchtigen weder die Systemgeschwindigkeit noch die Akkulaufzeit nennenswert. Auch Fehlalarme hat sich kaum ein Produkt geleistet. Lediglich Quick Heal mit zwei Fehlalarmen und AVG mit einem haben hier Punkte eingebüßt. Alle drei Fehlalarme sind bei Apps aufgetreten, die nicht aus Google Play stammten.

Zum Teil erhebliche Unterschiede gibt es beim Funktionsumfang der Security-Apps. Die Bandbreite der Ausstattung mit Zusatzfunktionen reicht von Droid-X, das lediglich eine Rooting-Erkennung bietet, bis zum kostenlosen Sophos Mobile Security, das außer Backup alles bietet, was das Herz begehrt – sogar Verschlüsselung. Fast alle haben Funktionen zum Diebstahlschutz an Bord, können das Gerät also im Verlustfall orten, sperren und/oder alle Daten löschen. Ebenfalls recht häufig findet sich ein Web-Filter, der den Zugriff auf dubiose oder gefährliche Websites blockiert oder zumindest davor warnt.

Viele der kostenlos installierbaren Apps, die Sie bei Google Play finden, sind abgespeckte Versionen der jeweiligen kostenpflichtigen Lösung und machen für diese Werbung. Wer die eine oder andere Zusatzfunktion dauerhaft nutzen will, kann meist per In-App-Kauf zur Premium-Version wechseln. Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie auf der auf dieser Web-Seite des AV-Test Instituts .

Auf der nächsten Seite finden Sie zum Vergleich den vorherigen Test.

 

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Dauertest: Fehlalarme bei Antiviruslösungen für Firmen

Das AV-Test Institut hat eine Langzeituntersuchung darüber veröffentlicht, wie viele Fehlalarme Schutzlösungen für Unternehmen produzieren. Lediglich ein Hersteller ist ohne Makel geblieben.

Wenn die Antivirus-Software fälschlich Alarm schlägt, ist das in Unternehmen ein noch größeres Problem als in Privathaushalten. Betrifft es ein auf vielen Rechnern installiertes Programm, haben die Admins alle Hände voll zu tun. Es kommt zu Arbeitsausfällen und Produktivitätsverlust – das kostet Geld. Doch wie oft kommt das bei den verschiedenen Schutzlösungen vor? Das AV-Test Institut in Magdeburg hat 14 Monate regelmäßiger Tests ausgewertet und Bilanz gezogen.

Die Tester haben in vier Kategorien geprüft. Dazu gehören falsche Warnungen bei harmlosen Websites, fälschliche Malware-Erkennungen beim Datei-Scan sowie bei der Installation und Benutzung virenfreier Software. Im Laufe der Tests wurden 7000 Websites besucht, 7,7 Millionen Dateien aus legitimen Software-Paketen gescannt und 240 Anwendungen installiert und ausgeführt. Die Software-Sammlung enthält Programme gängiger Software-Hersteller wie Microsoft, Adobe, Oracle, IBM, Google und SAP. Darunter sind die noch unterstützten Windows-Versionen sowie Office-Pakete, Browser, Utilities und weitere Software.

Das Testfeld der Antiviruslösungen besteht aus den Programmen, die AV-Test auch bei seinen regelmäßig durchgeführten Zertifizierungstests prüft. Insgesamt 14 Produkte mussten zeigen, wie gut ihre Freund-Feind-Erkennung ist. Über die Hälfte der Produkte hat alle sieben Testzyklen seit Januar 2015 mitgemacht, die beiden Kaspersky-Lösungen und Seqrite (Quick Heal) nur sechs. AVG, SentinelOne und Cylance sind erst seit kurzer Zeit im Testfeld und haben erst einen für diese Untersuchung ausgewerteten Testdurchlauf absolviert.

Die Ergebnisse
Die Business-Lösungen produzieren insgesamt weit weniger Fehlalarme als die Produkte für Privatanwender . Nur zwei der Testkandidaten, beide vom selben Hersteller, haben alle Tests ohne einen einzigen Fehlalarm durchlaufen. Dies sind Kaspersky Endpoint Security und Kaspersky Small Office Security. Intel/McAfee, Bitdefender und Sophos sind unter der Marke von zehn Fehlalarmen in sieben Testdurchgängen geblieben, Microsoft und Trend Micro knapp darüber.

Die meisten fälschlichen Malware-Erkennungen hat F-Secure produziert, immerhin 54. Symantec, Seqrite und Cylance kommen auf jeweils knapp 30. Dabei hat Cylance jedoch nur einen Testlauf mitgemacht – würden wir dieses Einzelergebnis auf sieben Tests hochrechnen, landete Cylance Protect im Bereich um 200 Fehlalarme. Doch wie bei AVG und SentinelOne sollte das Resultat aus nur einem absolvierten Testlauf fairerweise nicht derart überbewertet werden.

Keines der getesteten Produkte hat bei harmlosen Webseiten Warnmeldungen ausgegeben. Meist sind die Fehlalarme bei Datei-Scans aufgetreten, seltener bei der Installation einer Software und noch seltener bei deren Benutzung. Und gerade dieser letzte Fall macht den größten Ärger im Unternehmen. Unter den Programmen, bei denen falscher Alarm ausgelöst wurde, sind etwa Gantt Project, DVR Studio HD, Adobe Reader, Libre Office und der VMware Player. Bei keinem Software-Paket ist das im gesamten Testzeitraum öfter als zweimal vorgekommen.

Das Ergebnis ist recht erfreulich, bedenkt man die große Menge an Software, die es auf dem weltweiten Markt gibt. Hinzu kommen häufige Updates, bei denen Teile der ausführbaren Programmdateien ersetzt werden. Doch jeder Fehlalarm ist einer zu viel – vor allem im Unternehmen. Da es Kaspersky Lab bei stets sehr guter Malware-Erkennung geschafft hat keine Fehlalarme auszulösen, gilt es für den Rest des Feldes nachzubessern.

Die kompletten Ergebnisse finden Sie auf der Website des AV-Test Instituts .

Hersteller

Produkt

Fälschliche Warnungen, Erkennungen, Blockierungen …

…bei 7.000 Webseiten

..von Software als Malware (7,7 Mio. Testdateien)

… bei Benutzung von Software (240 Tests)

…während der Installation von Software (240 Tests)

Ergebnisse nach 7 Tests

Intel Security

McAfee Endpoint Security

0

3

1

2

Sophos

Endpoint Security and Control

0

2

0

5

Bitdefender

Endpoint Security

0

5

0

2

Microsoft

System Center Endpoint Protection

0

10

0

0

Trend Micro

Office Scan

0

11

1

0

G Data

Antivirus Business

0

18

0

0

Symantec

Endpoint Protection

0

29

0

0

F-Secure

Client Security

0

49

2

3

Ergebnisse nach 6 Tests

Kaspersky Lab

Endpoint Security

0

0

0

0

Kaspersky Lab

Small Office Security

0

0

0

0

Seqrite

Endpoint Security

0

26

1

0

Ergebnisse nach einem Test

AVG

Antivirus Business

0

2

0

0

SentinelOne

Next Generation Endpoint Protection

0

1

0

1

Cylance

Protect

0

28

0

1

 

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Dauertest: Fehlalarme bei Antivirusprogrammen

Das AV-Test Institut hat 14 Monate lang getestet, welche Antivirusprogramme die wenigsten Fehlalarme produzieren. Nur zwei Produkte sind ohne Fehl und Tadel durchgekommen.

Wenn das Antivirusprogramm Alarm schlägt und eine Infektion in einer vermeintlich harmlosen Software meldet, ist die Verunsicherung groß. Ist das Programm wirklich verseucht oder ist das (wieder?) nur falscher Alarm? Doch wie häufig sind Fehlalarme bei gängigen Antivirusprogrammen und gibt es Unterschiede zwischen den Produkten? Das AV-Test Institut in Magdeburg hat 14 Monate regelmäßiger Tests ausgewertet und Bilanz gezogen.

Die Tester haben in vier Kategorien geprüft. Dazu gehören falsche Warnungen beim Besuch harmloser Websites, fälschliche Malware-Erkennungen beim Datei-Scan sowie bei der Installation und Benutzung virenfreier Software. Im Laufe der Tests wurden 7000 Websites besucht, 7,7 Millionen Dateien aus legitimen Software-Paketen gescannt und zweimal 280 Anwendungen installiert und ausgeführt. Die Software-Sammlung enthält die Windows-Versionen 7 bis 10 und Programme wie Office-Pakete, Browser, Media Player, Utilities und so weiter.

Das Testfeld der Antiviruslösungen besteht aus den Programmen, die AV-Test auch bei seinen regelmäßig durchgeführten Zertifizierungstests prüft. Insgesamt 15 Produkte, teils gratis, teils kostenpflichtig, mussten zeigen, wie gut ihre Freund-Feind-Erkennung ist. Nur zwei der Testkandidaten haben alle Tests in 14 Monaten ohne einen einzigen Fehlalarm durchlaufen.

Die Ergebnisse
Avira Antivirus Pro und Kaspersky Internet Security sind als einzige der getesteten Schutzlösungen ohne falschen Alarm zu schlagen durchgekommen. Doch auch Intel Security (McAfee), Bitdefender, AVG und Microsoft sind unter der Grenze von zehn Fehlalarmen geblieben. Am anderen Ende der Tabelle landen F-Secure und Comodo mit mehr als 50 fehlerhaften Malware-Erkennungen. Deutlich schlechter machen es nur K7 Total Security aus Indien (73 Fehlalarme) und AhnLab V3 Internet Security aus Südkorea, das mehr als 100 falsche Warnungen erzeugt hat. Beide spielen hierzulande jedoch kaum eine Rolle.

Erfreulich ist, dass keines der getesteten Produkte bei harmlosen Webseiten Warnmeldungen ausgegeben hat. Unter den Programmen, bei denen häufiger falscher Alarm ausgelöst wurde, sind bekannte Tools wie Notepad++, Yahoo Messenger, 7-Zip und WinRAR. Seltener waren Fehlalarme bei Firefox, Opera, VLC Media Player und Secunia PSI.

Insgesamt ist das Ergebnis durchaus achtbar, wenn man die große Menge an Software bedenkt, die es auf dem weltweiten Markt gibt. Hinzu kommen häufige Updates, bei denen Teile der ausführbaren Programmdateien ersetzt werden. Angesichts der Tatsache, dass es mit Avira und Kaspersky Lab zwei Hersteller von Schutzlösungen mit sehr guter Malware-Erkennung geschafft haben keine Fehlalarme auszulösen, müssen die anderen jedoch nachbessern.

Die kompletten Ergebnisse finden Sie auf der Website des AV-Test Instituts .

Hersteller

Produkt

Fälschliche Warnungen, Erkennungen, Blockierungen …

…bei 7.000 Webseiten

..von Software als Malware (7,7 Mio. Testdateien)

… bei Benutzung von Software (280 Tests)

…während der Installation von Software (280 Tests)

Avira

Antivirus Pro

0

0

0

0

Kaspersky Lab

Internet Security

0

0

0

0

Intel Security

McAfee Internet Security

0

3

0

1

Bitdefender

Internet Security

0

5

0

1

AVG

Internet Security

0

9

0

0

Microsoft

Windows Defender

0

9

0

0

Avast

Free AntiVirus

0

11

0

0

ESET

Smart Security

0

13

0

0

Microworld

eScan Internet Security Suite

0

13

0

4

G Data

Internet Security

0

17

0

1

Symantec

Norton Security

0

21

0

0

BullGuard

Internet Security

0

18

1

4

Trend Micro

Internet Security

0

27

1

3

Panda Security

Free Antivirus

0

34

0

2

Quick Heal

Total Security

0

41

3

2

F-Secure

Internet Security

0

47

2

5

Comodo

Internet Security Premium

0

28

1

29

K7 Computing

Total Security

0

57

10

6

AhnLab

V3 Internet Security

0

98

3

4

 

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Test: Die besten Antiviren- Tools für Windows 10 im Büro

Das AV-Test Institut hat 12 Antiviruslösungen fürs Firmennetz unter Windows 10 getestet. Ein Produkt hat nur recht knapp ein Zertifikat erhalten.

Auch wenn die meisten Unternehmen mit der Einführung der neuesten Windows-Version zunächst recht zurückhaltend sind, hat das Magdeburger AV-Test Institut bereits zum zweiten Mal Antiviruslösungen für Firmen unter Windows 10 (64 Bit) unter die Lupe genommen. Zehn Hersteller haben 11 Produkte für den Zertifizierungstest eingereicht. Hinzu kommt wie immer Microsoft System Center Endpoint Protection als untere Messlatte und außer Konkurrenz. Der vorherige Test fand unter Windows 7 (32 Bit) statt.

Getestet wird in den Kategorien Schutzwirkung , Geschwindigkeit und Benutzbarkeit . Die Schutzprogramme müssen mehr als 22.000 Schädlinge erkennen und abwehren, die nicht älter als vier Wochen sind. Zudem werden sie im so genannten Real-World-Test mit 164 tagesaktuellen Schädlingen konfrontiert (0-Day-Malware). Die Tester prüfen, wie sehr die Antivirusprogramme gängige Alltagsabläufe ausbremsen, etwa den Aufruf von Web-Seiten, Downloads, das Kopieren von Dateien oder Installation und Benutzung legitimer Software. Die Benutzbarkeit ergibt sich aus Fehlalarmen, die bei solchen Vorgängen auftreten.

In jeder Kategorie gibt es maximal sechs Punkte, in der Summe also höchstens 18. Diejenigen Produkte, die insgesamt mindestens zehn Punkte und in jeder Kategorie wenigstens einen Punkt erreichen, erhalten ein Zertifikat. Zusätzlich vergibt AV-Test das Prädikat „Top Product“ für Lösungen, die in allen Testkriterien hervorragend abschneiden und insgesamt mehr als 17,5 Punkte erzielen.

Die Test-Ergebnisse
Die Mindestanforderungen für ein Zertifikat haben alle Kandidaten erfüllt, bei Seqrite hat es mit 11 Punkten allerdings nur gerade so gereicht. Quick Heals Business-Marke landet noch hinter Microsoft auf dem letzten Platz. An der Spitze liegt, wie bei den Schutzprogrammen für Privatanwender, nicht zum ersten Mal Bitdefender. Die Rumänen haben als Einzige die volle Punktzahl erzielt. Mit einem halben Punkt Abstand folgen Kaspersky Small Office und Symantec Endpoint Protection. Diese drei Schutzlösungen erhalten das Prädikat „Top Product“.

Kaspersky hat mit Endpoint Security noch ein zweites Eisen im Feuer, das für größere Firmennetze gedacht ist. Es bremst stärker als das Small-Office-Produkt und büßt so Punkte ein. Es landet mit Trend Micro und F-Secure hinter der Spitzengruppe. Nimmt man noch Sophos hinzu, hat man alle Testkandidaten beisammen, die beim Schutz die vollen sechs Punkte erreicht haben.

Intel/McAfee hat wie beim Test der Programme für Privatanwender im ersten Testmonat gepatzt und nur 90 Prozent der Schädlinge im Real-World-Test erkannt. Sonst liegen die Erkennungsraten bei McAfee knapp unter 99 Prozent. Der Patzer kostet viele Punkte und eine gute Platzierung. Da hilft es nicht viel, dass neben den beiden Kaspersky-Produkten nur Intels Lösung ohne Fehlalarme durch den gesamten zweimonatigen Test gekommen ist.

Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert. Darin haben wir mehr Gewicht auf die Schutzwirkung gelegt (60 Prozent), während AV-Test alle drei Kategorien gleichrangig wertet (vorletzte Spalte). Bei der Reihenfolge ergibt sich daraus lediglich eine bessere Platzierung für Sophos.

Hersteller/Produkt

Punkte

gesamt mit Gewichtung

Schutz

Geschwindigkeit

Benutzbarkeit

1:1:1

60:20:20

Bitdefender Endpoint Security 6.2

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Kaspersky Small Office Security 4

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Symantec Endpoint Protection 12.1

6,0

6,0

5,5

17,5

17,7

Kaspersky Endpoint Security 10

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

Trend Micro Office Scan 11.0

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

F-Secure Client Security 12.0

6,0

5,0

5,5

16,5

17,1

Sophos Endpoint Security and Control 10.6

6,0

4,0

6,0

16,0

16,8

AVG Business 2016

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

G Data AntiVirus Business 13.2

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

Intel / McAfee Endpoint Security 10.0

3,5

4,5

6,0

14,0

12,6

Microsoft System Center Endpoint Protection 4.8

3,0

5,0

6,0

14,0

12,0

Seqrite Endpoint Security 16.00

3,0

2,5

5,5

11,0

10,2

Auf der zweiten Seite finden Sie zum Vergleich die Ergebnisse des vorherigen Tests unter Windows 10 aus dem Januar.

 

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Antivirus-Software für Windows 10 im Test

Das AV-Test Institut hat 22 Antivirusprogramme für private Anwender unter Windows 10 getestet. Keines der Produkte ist durchgefallen, bei einem Testkandidaten ist es jedoch knapp geworden.

Windows 10 soll ja das sicherste Windows sein, das es je gegeben hat. Es bringt auch eine vollwertige Antivirus-Software mit, die jedoch im Vergleich mit Schutzlösungen anderer Hersteller nur mäßigen Schutz bietet. Das Magdeburger AV-Test Institut hat den serienmäßigen Windows Defender 21 Antivirusprogrammen gegenüber gestellt, die ihre Hersteller zur Zertifizierung eingereicht haben. Die ausführlichen Tests haben im März und April unter Windows 10 64-Bit stattgefunden, der vorherige Test unter Windows 7 32-Bit.

Geprüft wird wie üblich in den drei Kategorien Schutzwirkung , Geschwindigkeit und Benutzbarkeit . Die Schutzprogramme müssen mehr als 22.000 Schädlinge erkennen und abwehren, die nicht älter als vier Wochen sind. Zudem werden sie im so genannten Real-World-Test mit 164 tagesaktuellen Schädlingen konfrontiert (0-Day-Malware). Die Tester prüfen, wie sehr die Antivirusprogramme gängige Alltagsabläufe ausbremsen, etwa den Aufruf von Web-Seiten, Downloads, das Kopieren von Dateien oder Installation und Benutzung legitimer Software. Die Benutzbarkeit ergibt sich aus Fehlalarmen, die bei solchen Vorgängen auftreten.

In jeder Kategorie gibt es maximal sechs Punkte, in der Summe also höchstens 18. Diejenigen Produkte, die insgesamt mindestens zehn Punkte und in jeder Kategorie wenigstens einen Punkt erreichen, erhalten ein Zertifikat. Zusätzlich vergibt AV-Test das Prädikat „Top Product“ für Lösungen, die in allen Testkriterien hervorragend abschneiden und insgesamt 17,5 Punkte oder mehr erzielen.

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Die Test-Ergebnisse
Die Mindestanforderungen für ein Zertifikat haben alle Kandidaten erfüllt, Quick Heal jedoch mit 10,5 Punkten nur knapp. Es landet damit noch hinter dem außer Wertung mit geprüften Windows Defender (13,5 Punkte). Die Spitze bildet Bitdefender, das die vollen 18 Punkte erreicht hat. Knapp dahinter folgen Kaspersky, Symantec und Trend Micro mit einem halben Punkt weniger, den sie bei den Geschwindigkeitstests eingebüßt haben. Diese vier Schutzlösungen erhalten das Prädikat „Top Product“.

Avast Free AntiVirus 2016 hält als bestes Gratisprodukt im Test mit 16,5 Punkten Anschluss an die Spitzengruppe. Es hat jedoch im Test ein deutliche Bremswirkung auf das System gezeigt. Der Schutz ist jedoch tadellos und nur ein Fehlalarm im Test ist ebenfalls sehr gut. Panda Free Antivirus und Qihoo 360 liegen dicht hinter Avast. Sie bremsen noch etwas mehr und Panda hat zudem beim Scannen des Systems vier Fehlalarme produziert. Auch F-Secure und K7 haben im Test volle sechs Punkte für die Schutzwirkung erreicht.

Am Ende der Ergebnistabelle landet Intel/McAfee vor Microsoft und Quick Heal. Die McAfee-Software war bei den Tests der letzten zwei Jahre meist in der Spitzengruppe oder zumindest in deren Nähe gelandet. Doch bei den Tests im Monat März hat Intel/McAfee nur 90 Prozent der Schädlinge erkannt, sonst waren es stets knapp 99 Prozent. Diesen Punktverlust kann die Software auch nicht dadurch ausgleichen, dass sie während des gesamten Tests keinerlei Fehlalarme erzeugt hat. Das haben außer Intel/McAfee nur ESET, Kaspersky und Trend Micro hinbekommen.

Die Ergebnistabelle ist nach der letzten Spalte sortiert. Darin haben wir mehr Gewicht auf die Schutzwirkung gelegt (60 Prozent), während AV-Test alle drei Kategorien gleichrangig wertet (vorletzte Spalte). Bei der Reihenfolge ergeben sich daraus wenige kleine Verschiebungen.

Hersteller/Produkt

Punkte

gesamt mit Gewichtung

Schutz

Geschwindigkeit

Benutzbarkeit

1:1:1

60:20:20

Bitdefender Internet Security 2016

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Kaspersky Internet Security 2016

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Symantec Norton Security 2016

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Trend Micro Internet Security 2016

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

F-Secure Internet Security 2016

6,0

5,5

5,5

17,0

17,4

Avast Free AntiVirus 2016

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

Avira Antivirus Pro 2016

5,5

6,0

6,0

17,5

17,1

Qihoo 360 Anti Virus 5.0

6,0

4,0

6,0

16,0

16,8

K7 TotalSecurity 15.1

6,0

5,0

4,5

15,5

16,5

Panda Free Antivirus 16.1

6,0

4,0

5,5

15,5

16,5

BullGuard Internet Security 16.0

5,5

5,5

5,5

16,5

16,5

AVG Internet Security 2016

5,5

5,0

6,0

16,5

16,5

AhnLab V3 Internet Security 9.0

5,5

5,0

5,5

16,0

16,2

ESET Smart Security 9.0

5,5

4,5

6,0

16,0

16,2

G Data Internet Security 2016

5,5

4,5

5,5

15,5

15,9

ThreatTrack Vipre 2016

5,5

4,0

6,0

15,5

15,9

Comodo Internet Security Premium 8.2

5,0

5,0

5,5

15,5

15,3

Emsisoft Anti-Malware 11.5 & 11.6

5,0

3,5

5,5

14,0

14,4

MicroWorld eScan Internet Security Suite 14.0

4,5

4,5

5,5

14,5

14,1

Intel Internet Security 2016 (McAfee)

3,5

5,0

6,0

14,5

12,9

Microsoft Security Essentials 4.8

3,0

5,0

5,5

13,5

11,7

Quick Heal Total Security 17.0

3,0

2,0

5,5

10,5

9,9

Avira AntiVirus Pro 2017 DE Win

Auf der zweiten Seite finden Sie zum Vergleich die Ergebnisse des vorherigen Tests unter Windows 10 aus dem Herbst 2015.

Das komplette Schutzpaket 30% günstiger: Kaspersky Total Security Multi-Device 2016 für nur 48,95 statt 69,95 – für 3 Geräte und 1 Jahr!

 

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Im Test: Die besten Anti-Virus-Tools für 2016

12 Antivirenprogramme müssen in rund 1000 Einzeltests zeigen, wie gut sie einen virenverseuchten Rechner reinigen können. Kein Tool ist perfekt, aber viele liefern sehr gute Ergebnisse.

Selbst das beste Schutztool übersieht schon mal einen PC-Virus und schützt dann Ihren Rechner nicht vor einer Infektion. Meist ist das bei ganz neuen Viren der Fall, die dem Antivirenprogramm noch völlig unbekannt sind. Bereits wenige Stunden später wäre das Antivirenprogramm oft schon schlauer gewesen und hätte den Schädling nicht mehr durchgelassen. Doch ist der PC bereits verseucht, kann es nun nur noch nachträgliche Schadensbegrenzung betreiben. Doch wenigstens die sollte gut gemacht sein. Deshalb wollen wir wissen: Wie gut reinigen Antivirentools einen PC, auf dem sich ein Schädling bereits erfolgreich eingenistet hat? Im ersten Testteil zeigen sieben klassische Antivirensuiten in zwei Szenarien, wie gut sie eine Vireninfektion beseitigen. Im zweiten Testteil sind fünf Spezialreinigungstools an der Reihe. Details zu den Tests finden Sie in der Tabelle.

Siehe auch: DIe 10 besten Online-Virenscanner

So testen und gewichten AV-Test und PC-WELT

Die Tests hat das unabhängige Antivirenlabor AV-Test in Magdeburg durchgeführt. Die Spezialisten von AV-Test haben die Sicherheitstools über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr in 2015 und 2016 auf ihre Reinigungs- und Reparaturleistung von rund 50 Viren getestet. Für den Test setzten die Spezialisten stets aktuelle und sehr gefährliche PC-Viren aus unterschiedlichen Malware-Familien ein. Die verwendeten Viren waren jedem der Antivirenprogramme bereits bekannt. Der Hersteller des Programms konnte den Schädling also bereits analysieren. Daher sollte es für die Tools grundsätzlich möglich sein, dass sie die getesteten aktiven Schädlinge entdecken und beseitigen können.

Test der Antivirenprogramme: Die Schutztools wurden im ersten Test auf einem PC installiert, der bereits mit einem Virus verseucht war. Diesen mussten sie nun finden und komplett beseitigen. Insgesamt 50 Schädlinge sollten die Tools auf diese Weise entdecken, allerdings immer nur einen pro Testvorgang. Im zweiten Test waren die Antivirentools bereits installiert, wurden aber deaktiviert, um den Virus auf den PC bringen zu können. Anschließend aktivierten die Tester den Schutz wieder und ließen den Schädling entfernen. Dieses Vorgehen simuliert zwei häufige Fälle der Vireninfektion. Zum einen kommt es durchaus vor, dass der Anwender selber sein Antivirenprogramm deaktiviert, etwa um schneller eine große Anzahl an Dateien kopieren zu können, dann aber vergisst, das Schutztool wieder einzuschalten. Zum anderen wird so der Fall nachgestellt, dass ein Antivirenprogramm einen Schädling zunächst nicht erkennt. Dieser kann sich also ungehindert im PC festsetzen. Nach einem automatischen Update des Schutztools findet es nun den Virus und kann ihn entfernen. Auch hier kamen 50 Viren für den Test zum Einsatz.

Wie gründlich die Antivirenprogramme einen Schädling beseitigen, haben die Spezialisten von AV-Test in drei Schritten überprüft.

  1. Wurde der Schädling erkannt und konnte das Antivirenprogramm mit der Reinigung beginnen – oder ließ es sich von Virus davon abhalten?

  2. Wurden alle aktiven und damit gefährlichen Komponenten des Schädlings komplett erkannt und entfernt?

  3. Blieben keine ungefährlichen Dateireste übrig, und wurden alle Veränderungen am System rückgängig gemacht?

Die meisten dieser Schritte lassen sich nicht automatisieren, sondern müssen von den Testern händisch Schritt für Schritt ausgeführt werden. So führte das Sicherheitslabor bei den Antivirensuiten insgesamt 700 einzelne Tests durch. Hinzu kommen rund 250 Tests der speziellen Reinigungstools. Diese müssen grundsätzlich dieselben Aufgaben lösen wie die Antivirensuiten. Da sie aber nicht installiert werden, sondern in der Regel als bootfähiges Tool kommen, findet hier nur eine Testrunde statt.

Avira AntiVirus Pro 2017 DE Win

Der Test der Antivirenpakete zeigt, dass gute Sicherheitspakete die meisten Schädlinge gründlich vom PC fegen können. Der Testsieger, Avira Antivir Pro beseitigt sogar alle Schädlinge. Er lässt lediglich in drei Tests ein paar harmlose Virenbestandteile auf der Festplatte zurück. Diese stellen zwar keine direkte Gefährdung dar, sollten aber dennoch besser verschwinden, damit sie etwa nicht zu einem Fehlalarm bei einem anderen Antivirentool führen. Weitere Infos zum Testsieger finden Sie hier im Kasten. Fast genauso gut sind die Tools von Platz zwei und drei, Bitdefender Internet Security und G Data Internet Security . Doch auch die übrigen Programme machen keinen schlechten Job und beseitigen die meisten Schädlinge. Erwähnenswert ist noch das einzige kostenlose Tool im Test, Microsoft Security Essentials . Es landet zwar mit der Note 2,0 auf dem letzten Platz, kann aber alle Viren inklusive ihrer gefährlichen Bestandteile löschen. Da es aber sehr viele harmlose Dateireste zurücklässt, rutscht es in der Bewertung nach unten. Zudem können wir das Microsofttool nur eingeschränkt empfehlen, da es in unseren früheren Tests meist deutlich schlechter abschnitt als die übrigen Tools. Wer seinen PC kostenlos schützen möchte, sollte besser zu Avira Free Antivirus greifen, der Gratisversion des Testsiegers.

Testergebnisse im Überblick: 7 Antivirenprogramme

Auch fünf spezielle Reinigungstools haben wir getestet. Dabei kann Bitdefender Rescue CD alle Schädlinge beseitigen und kommt so auf Platz 1; weitere Infos im Kasten. Die meisten der Tools übersehen allerdings sehr oft die Dateireste der Schädlinge. Das ist kein Drama, sollte aber besser nicht sein. Die löbliche Ausnahme ist hier das Kaspersky Virus Removal Tool . Dieses Programm übersieht allerdings einen aktiven Virenteil und kommt zudem nicht als bootfähige CD. Deshalb werten wir das Tool im Test auch um eine viertel Note ab. 

Tipp: Wenn Sie eines der bootfähigen Reinigungstools nutzen, dann verbinden Sie Ihren PC vor dem Start per LAN-Kabel mit dem Router. Nur so können sich die Tools unkompliziert wichtige Updates aus dem Internet ziehen. Anderenfalls müssen Sie vergleichsweise mühsam eine WLAN-Verbindung in den Rettungssystemen manuell konfigurieren.

Testergebnisse im Überblick: 5 Reinigungsprogramme

Die Testsieger

Im Bereich Antivirenprogramme: Avira Antivirus Pro

Das Programm Avira Antivirus Pro ließ keinen einzigen Schädling ungeschoren davon kommen. Lediglich beim Reinigungstest übersah Avira drei harmlose Dateireste des Virus. Das ist insgesamt eine beeindruckende, gute Leistung und machen das Tool besonders empfehlenswert. In vergangenen Tests, in denen wir die Virenerkennung geprüft haben, schnitten die Tools von Avira übrigens ebenfalls gut ab.

Im Bereich Reparaturprogramme: Bitdefender Rescue CD

Im Vergleichstest der Reparaturprogramme kommt die Bitdefender Rescue CD auf den ersten Platz. Sie fand alle gefährlichen Bestandteile der getesteten Viren. Die Bedienung des Tools ist simpel: Sobald Sie den PC erfolgreich von der CD gestartet haben, läuft die Suche vollautomatisch ab. Wenn der Scanner einen Schädling findet, starten Sie die Reinigung mit einem einzigen Klick. Einziger Malus des Tools: Die Software ließ recht viele harmlose Virenbestanteile auf der Festplatte zurück. Diese stellen zwar keine direkte Gefährdung dar, sollten aber besser verschwinden, damit sie nicht etwa einen Fehlalarm bei einem anderen Antivirentool auslösen.

Fazit: Die Reinigung eines infizierten PCs ist möglich

Sollte also der vorhandene Virenschutz versagen, dann müssen Sie nicht zwingend das System neu installieren. Die Reinigung von Windows mit einer Antivirensuite ist eine mögliche Alternative zur Neuinstallation. Ein Vergleich von klassischen Antivirenpaketen zu den speziellen Reinigungstools zeigt zudem, dass die meisten Antivirenpakete einen verseuchten PC besser reinigen. Und das funktioniert dann am besten, wenn die Tools bereits vor der Infektion installiert waren.

Tipp: So macht Ihr USB-Stick Jagd auf Viren

Wenn Sie sich entschieden haben, ein verseuchtes System zu reinigen statt komplett neu zu installieren, dann können Sie es auch gerne mehrfach scannen lassen. Starten Sie den PC zuerst etwa mit der Bitdefender Rescue CD und lassen Sie die Such- und Reinigungsprozedur ablaufen. Anschließend starten Sie den Rechner mit Windows, aktualisieren das installierte Antivirenpaket und starten dann eine gründliche Virensuche.

Sonderfall: Erpresserviren

Eine ganz besondere Plage sind Erpresserviren, die seit Monaten PCs weltweit befallen und die darauf vorhandenen Daten verschlüsseln. Fürs Entschlüsseln fordern die Schadprogramme Geld vom PC-Besitzer. Die Hersteller der Antivirenprogramme haben den Schädlingen Namen wie Locky, Teslycrypt, Cryptowall4, CTB-Locker gegeben. Erstaunlich viele dieser Schädlinge schafften es, sich an einem aktiven und aktuellen Virenschutz vorbeizuschmuggeln. Der Grund: Die Kriminellen optimieren ihre Schädlinge mit viel Aufwand so lange, bis sie vom Antivirentool unbemerkt agieren können. Schlecht: Nicht nur, dass es vielen Erpresserviren gelingt, einen Virenschutz zu überwinden – auch bieten die wenigsten Antivirentools gute Reinigungsfunktionen gegen diese Schädlinge. Maik Morgenstern ist der CTO bei AV-TEST und erklärt, warum das so ist.

Maik Morgenstern ist CTO bei AV-TEST und kennt sich bestens mit PC-Schädlingen jeder Art aus.

Maik Morgenstern: Bei den 53 im Test verwendeten Schädlingen handelt es sich um Dropper, Viren, Würmer, Downloader, Password-Stealer, Backdoors und Trojanische Pferde. Erpresserviren einschließlich der Cryptolocker wurden nicht getestet, da diese Schädlinge sich nicht im System verstecken, sondern meist sofort eine Verschlüsselung auslösen und den passenden Entsperrcode ins Internet senden. So hilft es einem Reinigungstool in erster Linie nicht, wenn es den Schädling nur kennt. Das Tool muss auch den passenden Basiscode zur Entsperrung kennen. Viele Antivirenhersteller gehen bei Cryptolockern deshalb einen anderen Weg: Zuerst stellen sie ungeschützte, aber speziell überwachte PCs ins Internet, damit sie sich gezielt einen Cryptolocker einfangen. Dieser beginnt sofort mit der Verschlüsselung und schickt den Entsperrcode ins Internet. Auf diesem Weg wird der Code dann nicht nur abgefangen, sondern auch bis zu seinem Ablageserver verfolgt. Mit dieser Methode haben in der Vergangenheit einige Hersteller ganze Server voll mit Entsperrcodes gefunden. Liegt der Entschlüsselungscode vor, versuchen die Experten, den Algorithmus zu knacken. Gelingt das, wird ein spezielles Tool mit einer Art Generalschlüssel hergestellt und an betroffene Nutzer kostenlos verteilt. Es wird aber nicht Teil des großen Antivirenpakets.

Tipp: Sollten Ihre Daten durch einen Cryptolocker verschlüsselt werden, dann löschen Sie sie nicht. Denn in vielen Fällen konnten Antivirenhersteller nach einigen Wochen ein Entschlüsselungstool bereitstellen. Einige aktuelle Varianten sind allerdings derart verschlüsselt, dass es vermutlich keine Hoffnung auf Entschlüsselung gibt. Als letzte Möglichkeit könnten Sie Geld an die Kriminellen zahlen. Ob Sie allerdings tatsächlich einen Entschlüsselungskey erhalten, ist ungewiss.

Trotz guter Reinigung: Eine Datensicherung ist unverzichtbar

Das sehr gute Abschneiden einiger Tools darf nicht über eines hinweg täuschen: Zu einer regelmäßigen Datensicherung gibt es keine Alternative. Denn wird Ihr PC von einem Erpresservirus befallen, kann er unter Umständen Ihre privaten Dateien für immer vernichten. Schützen kann Sie hier nur eine Datensicherung auf einem externen, nicht permanent angeschlossenen Datenträger. Als Sicherung genügt bereits das manuelle Kopieren Ihrer Dateien mit dem Windows-Explorer. Ein komfortables Backup-Programm wäre etwa das PC-WELT Backup Pro .

Trotz allem Schutz vor Viren ist eine Backup-Software wie PC-WELT Backup Pro immer zu empfehlen.

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Video: Die unglaublichsten Sicherheitslücken im Internet

 

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Runtastic Results im 12-Wochen-Härte-Test

Vier Redakteure, eine App, zwölf Wochen – im Selbstversuch wollen wir wissen, ob Runtastic Results aus Winterspeck Muskeln machen kann.

Mitte November – rund ein Jahr nach Release des Fitnessarmbands Orbit – stellt Runtastic seine neue App Results vor. Die App gibt es für Android und auch für iOS. Die Kosten für die notwendige Premium-Mitgliedschaft belaufen sich auf 9,99 pro Monat oder 59,99 pro Jahr. Ganz ohne Trainingsgeräte in nur 12 Wochen soll man damit jeden Körper fit bekommen. HD-Videos erklären jede Übung, die Bodyweight-Workouts dauern zwischen 15 und 45 Minuten und sind garantiert nicht langweilig, verspricht Runtastic. Der Runtastic-CEO legt noch einen drauf: „Ich wurde nicht nur kräftiger und fitter, sondern war auch viel motivierter und habe besser geschlafen”. Beeindruckend ist auch das Vorher-Nachher-Bild des Runtastic-Mitgründers René Giretzlehner.

Alles nur PR-Gerede? Kann das wirklich funktionieren? Diese Frage haben wir uns in der PC-WELT-Redaktion beim Release von Results gestellt und entschieden: Wir machen den Test! 12 Wochen lang stellen sich vier Mutige der Herausforderung. Begleitend zum Trainigsprogramm veröffentlichen sie ihre Erfahrungen in diesem Artikel – Woche für Woche.

Die vier Results-Tester stellen sich vor

Christian, Markus, Benjamin und Halyna (von l. nach r.) wollen das komplette Results-Trainingsprogamm durchziehen

Christian Löbering, 38

Sport? Ja gerne! Leider ist das letzte Mal viel zu lange her. Job, Kinder, Musik, alles ist wichtig, macht Spaß und braucht Zeit. Dabei stehe ich im wahrsten Sinne des Wortes gerne auf allen Arten von Brettern – Ski, Snowboard, Surf- & Skateboard. Das ist leider alles ziemlich saisonal, und wenig alltagstauglich. Bei normalem Alltags-Sport fehlt mir aber irgendwie der Kick, der meinen inneren Schweinehund in die Wüste jagt, und mich in Laufschuhen in den Park. Die App wird mir diesen Kick wahrscheinlich auch nicht geben, mich aber hoffentlich ausreichend motivieren (nerven?) und unterhalten (quälen?), damit ich mich wieder häufiger und gerne auf die ISO-Matte stelle. Bin gespannt auf die nächsten Wochen.

Markus Pilzweger, 42

Sofern es die Zeit zulässt, gehe ich wöchentlich zwei bis drei Mal Joggen. Zusätzlich war ich mehrere Jahre im Fitness-Studio, bin danach aber auf Bodyweight-Training umgestiegen, habe in dem Bereich also zumindest grundlegende Erfahrung. Aber wie es im Leben so ist, ist das schwierige an regelmäßigem Sport nicht der Sport an sich, sondern der innere Schweinehund, der nach einem anstrengenden Tag im Büro erst einmal überwunden werden muss. Beim Joggen ist die Runtastic-App in Sachen Schweinehund und Motivation schon recht gut, sie sorgt mit regelmäßigen Hinweisen bei mir dafür, dass ich mich mehr oder weniger regelmäßig in die Jogging-Kluft werfe und meine Runden laufe. Dasselbe erhoffe ich mir von der Results-App. Außerdem bin ich gespannt, wie das Training aufgebaut ist, wie gut die Übungen erklärt werden und wie es sich mit der Langzeitmotivation verhält. Wenn dabei noch das ein oder andere Kilo Fett ab- und Muskelmasse aufgebaut wird, wäre das wunderbar. Einziger Nachteil: Der Test fällt in die Weihnachtszeit mit all seinen Leckereien…

Benjamin Schischka, 31

Ich esse gerne und viel. Bis Mitte 20 konnte ich das noch ungestraft, doch diese goldenen Zeiten sind vorbei. Da ich meinen Genuss-Konsum auf keinen Fall einschränken will, bleibt nur eins: Ich muss Sport treiben. Mit wöchentlichen Schwimm- und Laufeinheiten hab ich die Pfunde schließlich sehr gut in den Griff bekommen. Doch Laufen im Winter finde ich wenig attraktiv (weil dunkel und kalt). Und mein Hallenbad hat in den Schulferien geschlossen.
Daher will ich mit dem 12-Wochen-Programm die dunkle Jahreszeit sportlich überbrücken. Außerdem möchte ich gezielter einzelne Muskelpartien trainieren und formen, als mir das beim Schwimmen möglich ist. Ich bin gespannt, ob das klappt.

Halyna Kubiv, 34

Da der Büro-Alltag einen schon ziemlich fest in den Bürosessel drückt, versuche ich dem so weit es geht zu entkommen. Dabei helfen dreimal pro Woche Krafttraining und längere Wanderungen an den Wochenenden, an denen dies das Wetter und das soziale Leben in der Stadt erlauben. Von dem Schweinehund habe ich schon mal gehört, ich meine sogar, das Tier hat mich ein paar Mal aus einem Versteck böse angeschaut. Doch zu stark lockt der nächste Sommer mit der farbenfrohen Bademode und den kurzen Shorts.
Von der Runtastick App will ich vor allem lernen, denn was ich bis jetzt bei den ersten Einstiegstests gesehen habe, legen die Macher großen Wert auf Tipps und Tricks bei der Technik. Bei jeder Sportart ist die Ausführungstechnik die halbe Miete, so freue ich mich auf die ganzen Übungen.

Woche 1: Einstufungstest und erste Hürden

Der Einstufungs-Test von Results

runtastic Orbit schwarz / blau

Christian: Ok ich habe verstanden, die App meint es ernst mit mir. Auch wenn das erste Training schon nach 18:39 Minuten formell vorbei ist, weiß ich unmittelbar danach, dass ich davon noch eine Weile zehren werde. Und so ist es dann auch, meine Erinnerung an unzählige Liegestützen, noch mehr Hampelmänner, Kniebeugen und Sit-Ups verblasst in den folgenden Tagen dank eines saftigen Muskelkaters kein bisschen. Vor der nächsten Trainingseinheit zwei Tage später sorgt mich, ob ich das geforderte Pensum trotz Restschmerzen überhaupt bewältigt bekomme. Erstaunlicherweise klappt es dennoch ganz gut. Denn zum Glück wechseln sich auch die Übungen ab, so dass diesmal zumindest teilweise andere Muskeln beansprucht werden. Generell fordert die App von mir 3 bis 4 Runden mit jeweils 4 bis 5 Übungen. Immer wenn eine Übung geschafft ist, wischt man auf dem Bildschirm nach oben. Meine Hoffnung, zumindest am Ende jeder Runde eine Pause zu bekommen, wird leider nicht erfüllt. Stattdessen muss ich erbarmungslos weitertrainieren bis das komplette Workout geschafft ist.
Nach jedem Training, und am Ende der Trainingswoche frag mich die App wie ich mich fühle, ob es zu schwer oder ok war. Ich antworte wahrheitsgemäß, bekomme dann aber lediglich die Übungen für die nächsten Workouts angezeigt. Ich würde mir wünschen hier etwas mehr zu erfahren. Warum sollen es jetzt genau diese Übungen sein, was bringt das, und wie schätzt die App meine bisherige „Leistung“ ein. Mit diesen Fragezeichen im Kopf entlässt mich der digitale Drill-Sergeant aber ins Wochenende. Lediglich mein Körper informiert mich unmißverständlich darüber, dass ich was für ihn gemacht habe, und irgendwie macht mich das froh.

Markus: Am Anfang stand der erste Fitness-Test, damit die App ungefähr einschätzen kann, wie der persönliche Fitnessgrad ist. Hierfür fordert die App dazu auf, bestimmte Übungen wie Pushups so häufig wie möglich innerhalb einer bestimmten Zeit zu absolvieren und die Ergebnisse einzutragen. Gut: Jede Übung wird mit einem anschaulichen Video gezeigt. Schlecht: Ungeübte können trotz dieser Videos schnell die Übungen trotzdem mit der falschen Körperhaltung ausführen, was zu Fehlbelastungen führen kann. Es sollte also in diesem Fall immer eine zweite Person dabei sein, die die Haltung korrigieren kann. Darüber hinaus muss man natürlich ehrlich sein, was Fragen zum Fitnessgrad und dem eigenen Körpergefühl angeht. Nach dem Test wird noch abgefragt, wie häufig pro Woche trainiert werden soll. Ich habe mich für vier Mal entschieden. Mal sehen, ob ich es durchhalte. Jede Woche kann die Trainingshäufigkeit angepasst werden.
Die Workouts selbst lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: Aua. Korrekt ausgeführt begannen spätestens beim dritten von vier Sätzen brannten die Muskeln gehörig und der Schweiß lief in Strömen. Der Rest der Familie wurde natürlich mit eingebunden. Die beste Tochter der Welt versorgte mich mit Wassernachschub, besorgte Blicke ob meiner japsenden Schnappatmung inklusive. Ja, das Workout war nicht ohne und am Tag danach kam ich nur schwer aus dem Bett. Der Muskelkater hielt sich hingegen in Grenzen, was ich als gutes Zeichen werte. 
In Summe dauert ein Workout-Runde inklusive Aufwärmen, Übungen und Dehnen rund 45 Minuten. Das passt und kann gut eingeplant werden. Bis jetzt bin ich noch sehr motiviert, ein Sixpack habe ich aber noch nicht – höchstens im Kühlschrank 🙂

Benjamin: Ich gebe zu, ich hab das Training unterschätzt. Vielleicht hat mir die App aber auch besonders heftige Übungen verordnet, weil ich im Einstufungstest gesagt habe, dass ich 2x die Woche zum Schwimmen gehe. Aber doch nicht die Niagara-Fälle hinauf! Jedenfalls kam ich ordentlich ins Schwitzen. Das erste Training empfand ich als zu schwer und teilte das der App auch mit. Danach wurde es besser, aber immer noch fordernd.
Unterm Strich fühle ich mich mit den Anweisungen, den Übungen und nach dem Training wohl. Kaum bis kein Muskelkater. Trotzdem das Gefühl, gerade was Gutes für mich getan zu haben. An das obige Vorher-Nachher-Bild kann ich ehrlich gesagt aber noch nicht so ganz glauben. Die nächsten Wochen werden es zeigen…
Sehr gespannt bin ich auf das Drumherum. Ernährung macht zwischen 50 und 80 Prozent eines guten Trainings aus (je nachdem, wen man fragt). Ob Runtastic mir da noch gute Tipps geben wird?

Halyna: „Meh, langweilig“ – das war mein erster Eindruck nach dem allerersten Workout. Zwar hat mir die App vier Runden á vier Übungen angeordnet, zusammen mit dem Aufwärmen waren sie unter dreizehn Minuten erledigt. Die Belastung hat sich bei den nächsten Trainingseinheiten etwas gesteigert, so dass ich auch ins Schwitzen kam, doch irgendwie kann ich nicht glauben, dass selbst mit fünfmaligen Trainieren pro Woche jemand nach drei Monaten mit der App mit einem Six-Pack prahlen kann. Das müssen wohl die Kollegen im Februar beweisen oder widerlegen.

Woche 2: Bescheidene Anfangserfolge – aber auch Kritik

Jede Woche kommt neuer Lesestoff in Form nützlicher Tipps hinzu.

Christian: Die neue Woche beginnt gleich mit einem ordentlichen Upgrade. Beim ersten Training fordert die App statt der üblichen 3 bis 4 Runden mit jeweils 4 Übungen, nun 5 Runden mit 5 neuen Übungen! Auf meinen ersten Gedanken „Geht´s noch, das muss doch ein Fehler im Feedback-Modul der App sein“ folgt nach 16 Minuten und 24 Sekunden der Gedanke „Erstaunlich aber wahr, das war echt noch machbar“. Beim zweiten Training werde ich dann direkt wieder mit meinem Angstgegner konfrontiert – dem ersten Workout aus Woche 1. Allzu präsent sind mir noch die schmerzhaften Folgeerscheinungen. Umso erstaunlicher finde ich es, dass auch dieses Training sich als anstrengend aber machbar gestaltet. Dieses Motto zieht sich dann auch durch den Rest der Woche. Wir haben uns also ganz gut zusammengerauft, die App und ich. Wobei die Gruppendynamik dabei auch eine große Rolle spielt. Der drohende kurze Austausch über die eigenen Fortschritte mit den Kollegen im Büro, motiviert mich auch regelmäßig dran zu bleiben. Es fühlt sich also eher an wie eine Gruppenstunde Gymnastik. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass jeder alleine zuhause, und mit seinem eigenen Plan trainiert. Für Menschen mit wenig Zeit, ist das eigentlich optimal.

Markus: Egal, wir unser Experiment ausgehen wird: Die App sorgt zumindest dafür, dass ich mich regelmäßiger sportlich betätige. Aber ich muss zugeben: Viermal pro Woche bekomme ich nicht in meinen Tagesablauf integriert. Job, späte Termine, Verpflichtungen in Vereinen und nicht zuletzt die Familie – kurzum: ich musste auf drei Trainingseinheiten pro Woche zurückstecken.
Das Training selbst läuft immer besser. Die Übungen sind mittlerweile bekannt und ich muss nicht immer wieder nachschauen, wie welcher Bewegungsablauf denn nun nochmal aussieht. Und ich fühle mich interessanterweise schon ein wenig fitter und ausgeglichener. Jedenfalls schmerzen die Muskeln nicht mehr so arg, wie noch in der ersten Woche…
Was ich vermisse, sind motivierende Hinweise oder Aufrufe per App – vielleicht kommen die Aufrufe auch erst dann, wenn man nicht mehr regelmäßig trainiert. Aber wer die Lauf-App von Runtastic kennt, weiß, was ich meine. Dort gibt es eine Vielzahl an Auswertungen (verbrauchte Kalorien, gelaufene Strecken, Zeiten, etc.). Bei Results hingegen: Nichts. Nicht mal eine annähernde Schätzung. Keine Zusammenfassung „Hey, Du hast diese Woche XY Stunden trainiert, das entspricht XYZ Kalorien. Super, weiter so“. Oder: „Seit Beginn Deines Trainigsplans hast du 400 Pushup, 1000 Situps und mehr durchgeführt“ – irgendwas in der Art fehlt mir. Dennoch bin ich weiter motiviert und gespannt auf das Endergebnis.

Benjamin: Auch bei mir läuft es in der zweiten Woche deutlich runder. Man kennt die Übungen und (zumindest bilde ich mir das ein) gibt es schon erste Anfangserfolge zu verzeichnen. Sehr schön finde ich, dass Results mit Tipps aufwartet, die das Training sinnvoll begleiten können. So gibt es ein wenig Theorie über den Muskelaufbau oder Kalorien-reduzierte Nachtisch-Rezepte für die weihnachtliche Zeit. Schade: Die Infos werden erst nach und nach freigeschaltet. Warum soll ich erst in Woche 8 erfahren, welche Snacks vor und nach dem Workout perfekt sind?

Halyna: Ich muss zugeben, fast habe ich die Woche 2 verpennt: In Erinnerung blieb mir, die Trainingswoche endet am Dienstag, tatsächlich endete sie am Montag. So stand am Dienstag Abend in der App mit großen roten Buchstaben: „Sie sind einen Tag im Verzug“. Doch die App ist nachsichtlicher als die Apple Watch. Auch einen Tag später konnte ich die Woche abschließen und eine neue starten. Ehrlich gesagt, als mir die App den neuen Plan präsentiert hat, war ich etwas enttäuscht. In der App-Beschreibung im iTunes Store sowie auf der Webseite von Runstatic ist ständig die Rede von mehr als 160 Übungen. So langsam kann mir die App andere Übungen vorschlagen als nur Liegestütze oder Kniebeugen. Das ist natürlich etwas übertrieben formuliert, doch meine Trainingspläne in der Woche 3 bestehen aus den gleichen Übungen wie in Woche 2, selbst die Abfolge ist sehr ähnlich. Nur ein Beispiel: Woche 2, Workout 1 besteht aus fünf Runden von 5 Pike Pushups, 30 Sekunden Plank, 20 High Knees, 30 Sekunden Wall Sit, 10 Triceps Dips. Woche 3, Workout 2 hat die absolut identische Aufstellung. Aus der psychologischen Sicht ist es eher kontraproduktiv, denn Langeweile trägt nicht so richtig zu der Motivation bei.

Woche 3 – oder schon Woche 4?

Christian: Nach zwei Wochen gemeinsamen Trainings hat die App bei mir den ersten Bug. Sie überspringt Woche 3 und teleportiert mich direkt in Woche 4. Wie konnte das passieren? Ich habe da einen Verdacht. Als ich am Ende von Woche 2 in der U-Bahn saß, und mir meinen Trainingsverlauf auf dem iPhone angesehen habe, bot mir die App die Möglichkeit, die Woche abzuschließen. Das ist immer der Fall, wenn man alle für die Woche geplanten Workouts erledigt hat. Gesagt getan, kurz darauf zeigt mir die App die Übungen für Woche 3 an. Ein paar Tage später möchte ich damit loslegen, und packe dafür wie immer das iPad aus. Komischerweise wird mir hier dann direkt nochmal die Option zum Abschließen der Woche angeboten. Gedankenverloren tippe ich nochmal drauf, und schon bin ich in Woche 4. Wenn der Bug nicht auch bei den anderen auftritt, trainiere ich jetzt also wohl eine Woche kürzer als meine Kollegen.

Markus: Es läuft immer besser. Da ich den Großteil der Übungen und deren Bewegungsabläufe mittlerweile kenne, wird das Training immer fließender. Dennoch sind die einzelnen Workouts weiterhin fordernd und vor allem schweißtreibend. Aber das Beste: Ich freue mich auf die Trainings. Wenn ich auf Grund von Terminen ein Abend-Workout verschieben muss, fehlt mir was. Finde ich gut. Außerdem scheint sich auch an der Figur langsam etwas zu verändern: Das Biopren nimmt ab (naja, ein wenig), dafür werden andere Stellen fester (ein wenig). Und genau diesen Trend will ich fortsetzen. Auf in die nächsten 9 Wochen!

Benjamin: Mittlerweile mache ich das Training gerne. Es gibt ein paar Übungen, die ich gar nicht mag – aber im Schnitt sind die Übungen in Ordnung. Aufwärmen und Dehnen sind schon in Fleisch und Blut übergegangen und Erklärungen zu den Übungen muss ich mir nur noch selten anschauen. Diese Woche lief so gut, dass ich schon nach fünf Tagen mit meinen wöchentlich drei Übungen durch war.

Halyna: Yey, ich habe mit dem vierten Trainingsplan zwei neue Übungen bekommen. Als Ausgleich hat mir aber die App die Anzahl der Liegestütze erhöht, weil ich beim Abschluss der Woche angegeben hatte, die Trainingspläne bzw. die vorgegebenen Übungen wären zu leicht. Das stimmte teilweise, denn in der letzten Woche waren die Trainingspläne sehr ähnlich wie diese aus der Woche davor.  Ich kämpfe aber immer noch mit der App, die Workouts mit etwas Musik zu beleben. Es gibt zwar gut versteckt eine Einstellung „Hol dir Workout-Musik“, doch die führt einen raus aus der App: Entweder in iTunes, wo man sich die Runtastic-Wiedergabelisten kaufen muss, oder auf die Webseite von Spotify. Die auf dem iPhone oder iPad verfügbaren Lieder sieht die App nicht, so kann ich nur den Trainer-Anweisungen zuhören. 

Woche 4: Was tun bei Krankheit?

Christian: Ich habe den Verdacht, dass die App mich regelmäßig testen will. Obwohl ich nach jedem Training den gefühlten Schwierigkeitsgrad wahrheitsgemäß kundtue, überrascht sie mich alle paar Wochen mit einer für mich nahezu unlösbaren Übungseinheit. So auch diese Woche wieder, die 100 Star Jacks (quasi zwei Hampelmänner in einem Sprung) alleine haben mir, und sicherlich meinen Nachbarn darunter den Rest gegeben. Ab der Hälfte musste ich auf normale Hampelmänner umsteigen. Garniert wurde das Ganze zwar mit eigentlich machbaren Bein- und Rückenübungen, aber mit den Star Jacks in den Knochen ging eigentlich nichts mehr so richtig. „Puh, zu schwer“ war dann auch meine Antwort darauf in der App, und zwei Tage Pause die Folge. Jetzt winken erstmal ein paar freie Tage, aber nicht was den Sport angeht. Ab Anfang Januar geht es mit dem nächsten Bericht weiter.

Markus: Diese Woche ist die erste, in der mir die Übungen leicht fallen. Auch der Muskelkater hält sich in Grenzen. Entsprechend habe ich der App mitgeteilt, dass sie wieder einen Gang zulegen kann. Mal sehen, ob sie sich auch daran hält. Der Trainingsrythmus hat sich gut eingependelt. Alle zwei Tage ist in der Regel machbar und in den Tagesablauf zu integrieren. Seltsam erscheint mir allerdings, dass meine Kollegen und ich teilweise 1:1 dieselben Übungen inklusive der gleichen Anzahl an Wiederholungen haben. Und das obwohl wir recht unterschiedlich sind, was Größe, Gewicht und auch Geschlecht angeht. Hier werden wir in den kommenden Wochen abgleichen, inwiefern sich die „individuellen“ Trainingspläne auch tatsächlich unterscheiden. Ansonsten werde ich erst nach den Weihnachtsferien ein neues Update schreiben, aber währenddessen fleißig weiter trainieren. Denn es macht Spaß!

Benjamin: Genau wie Christian bekam ich diese Woche als neue Übung Star Jacks serviert. Ich hab es aber gar nicht erst versucht. Denn mit rund 1,90 Meter zähle ich nicht gerade zu den kleinsten Menschen und ich wohne nicht im Altbau mit extra-hoher Zimmerdecke. Also lieber gleich Hampelmänner (Results sagt dazu „Jumping Jacks“) gemacht, und die Bandage für den Kopf und den Handwerker für die Delle in der Decke gespart. Immerhin bietet die App bei einigen Übungen die Option, diese durch ähnliche Übungen zu ersetzen. Das ist sehr löblich, dürfte aber gerne bei noch mehr Übungen angeboten werden.

Halyna: Meine Woche vier war ziemlich abenteuerlich. Gestartet hat sie wie gewohnt, mit dem ersten Workout, doch fast unmittelbar danach wurde ich krank. Na ja, nicht richtig krank, aber ziemlich angeschlagen. Ich habe es zwar mit dem Sport versucht, aber dann gleich gelassen, gut ging es mir dabei nicht. Deswegen habe ich eine längere Pause von drei Tagen eingelegt. Und so kam es dazu, dass ich zwei Workouts am letzten Tag abzuschließen hatte, denn sonst wäre ich im Verzug. Die App erlaubt übrigens nicht, für solche Fälle, die durchaus verbreitet sind, eine Pause im Workoutplan einzulegen. Eine weitere Hürde – es hat sich herausgestellt, dass man den zweiten Workout nicht am gleichen Tag starten kann. Das ist erst mal logisch, doch an dem Tag wollte ich wie gesagt die Woche abschließen und habe daher etwas gemogelt: Nach dem ersten Workout habe ich in den Einstellungen des iPads die Systemuhr auf den nächsten Tag umgestellt und so die App überlistet. Die Aufgabe erledigt, Woche doch noch rechtzeitig beendet. Ich hätte davor nie geglaubt, dass ich am gleichen Abend so viele Liegestütze schaffe, aber jetzt freue ich mich auf die neuen Herausforderungen.

Woche 5-7 (Weihnachtsferien)

Christian: Ein gutes und gesundes neues Jahr wünsche ich Ihnen! Über die Weihnachtswochen habe ich mal wieder etwas über mich und die Runtastic-App gelernt: Workouts mit dem digitalen Trainer funktionieren für mich besser im Kontext des normalen Alltags. Eine Woche Skiurlaub hat mich bei meinem Trainingsplan komplett aus dem Tritt gebracht. Genau genommen habe ich in dieser Woche nicht einmal trainiert. Es gab irgendwie immer etwas Besseres zu tun, zum Beispiel Skifahren (auf Kunstschnee…). Das war dann auch mein internes Argument, wenn es zurück auf die Hütte ging. Jetzt habe ich den Salat und hänge eine Woche zurück. Faktisch bin ich aufgrund des Bugs (siehe Woche 3) zwar wieder synchron mit den Kollegen, aber etwas schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Für die nächsten Wochen mache ich mir allerdings keine Sorgen um meine Disziplin, da der Alltag mich jetzt ja auch wieder voll im Griff hat.

Markus: Ich lebe noch. Und das ist eine gute Nachricht, denn im Verlauf der Woche 7 wollte mir die App offenkundig ans Leder. Oder sie ist total übergeschnappt, eins von beiden. Denn das letzte Workout in Woche 7 sah so aus, als wäre es für igendeinen Navy Seal angedacht. Oder zumindest jemanden, der wesentlich durchtrainierter ist, als ich es bin. Beispiel: 100 Jumping Jacks (vulgo Hampelmänner) und das fünf Mal. 30 Liegestütz (ebenfalls fünf Runden) und drei weitere Übungen, die ich wohl auf Grund des Sauerstoffmangels während des Trainings vergessen habe. Bislang waren die Trainings ok, wenn auch anstrengend. Dieses hier hatte allerdings etwas von Nahtoderfahrung. Aber: Ich habe es geschafft. Wenn auch nur knapp. Ich will aber auch nicht verschweigen, dass ich die App beschimpft habe, wie ein Rohrspatz. Ich bilde mir ein, dass sie danach ein wenig sauer auf mich war. Egal. Als ich nach der Mördereinheit schweißgebadet auf meiner Isomatte lag, bin ich kurz eingeschlafen. Oder ohnmächtig geworden, keine Ahnung. Jedenfalls erinnerte mich die Situation nach dem Aufwachen an eine Snowboardfahrt in den Alpen, bei der es mich extrem sauber zerlegt und über die halbe Piste geschleudert hat. Auch damals lag ich auf dem Rücken und starrte ins Licht. Bis plötzlich seitlich meines Blickfelds ein gütiges, weißhaariges Gesicht mit einem langen Bart auftauchte. „Bist Du Gott??“ Fragte ich. „Hamms wos brocha?“ kam es zurück (für die Nichtbajuwaren unter uns „Haben Sie sich etwas gebrochen?“). Nun denn, mich hätte es letzte Woche nicht gewundert, wenn Gott tatsächlich aufgetaucht wäre.
Aber ich will ja nicht jammern, immerhin habe ich die Einheit geschafft. Die folgenden Trainings waren auch wieder erträglicher. Doch ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Algorithmen der App tatsächlich das machen, was sie versprechen (die Trainings anhand des Fortschritts des Nutzers beständig angleichen), oder ob sie sich im Grunde kaum unterscheiden und einer fixen Vorgabe entsprechen, die für alle Nutzer in etwa gleich ist. Denn auffällig ist schon, dass sich die Pläne zwischen uns vier Teilnehmern doch recht auffallend ähneln. Zwei Drittel der zwölf Wochen sind fast geschafft. Und ich bin schon ein wenig stolz auf mich, bislang durchgehalten zu haben.

Benjamin: 100 Hampelmänner und 30 Liegestützen mal fünf? Das kommt mir sehr bekannt vor. Mit genau dem gleichen Trainingsplan hat auch mich die Results-Apps jenseits meiner Frust-Grenze geschockt. Wenn plötzlich, von einem Training auf das andere, die Intensität und Dauer nicht um einen, sondern um drei Gänge zulegen, stimmt doch etwas nicht? In diesem Moment hat es mir tatsächlich das erste Mal keinen Spaß mehr gemacht.
Aber ich habe mich zusammengerissen und der App nach dem Training mitgeteilt: Das war viel zu schwer! Die Woche drauf wurde es mit dem neuen Plan dann auch wieder besser. Hoffentlich war das der einzige Ausrutscher.

Halyna: Wie so oft, sind die Neujahrsvorsätze schneller vergessen als der Kater nach der Silvester-Nacht. Beziehungsweise musste ich die Trainings aussetzen, weil ich bis letzte Woche krank war. Ich muss wohl außerdem ohne Eingewöhnungsphase nach langer Pause einfach da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Denn die App erlaubt es leider nicht, wegen Krankheit eine Woche auszusetzen.

Woche 8 – oder schon Woche 10?

Christian: Der Bug ist weg! Nachdem ich diese Woche mal wieder meinen Trainingsverlauf mit dem iPhone in der U-Bahn durchgesehen habe, ist die übersprungene Woche jetzt wieder einkassiert worden. Ergo hänge ich jetzt auch in der App gut sichtbar eine Woche zurück. Naja, schlechtes Gewissen hatte ich eh schon, jetzt werde ich auch von der App daran erinnert – geschieht mir recht.
Mit großer Sorge habe ich letzten Freitag die Berichte der Kollegen bezüglich der Hampel-Mania mit nachfolgenden Ausfallerscheinungen gelesen. Das war auch der Grund dafür, dass ich meinen eigenen Plan zwischendurch gecheckt habe. Die gute Nachricht ist, ich habe nicht genau dasselbe Training aufgedrückt bekommen. Die schlechte: jeweils 100 Hampelmänner als Einstieg in 4 Runden a jeweils 6(!) Übungen mit exotischen Namen wie „4-Count Burpees“, „Pike Push-ups“, „Jump Squats“, „Low Plank“ und „High Plank“ waren auch kein Spaziergang. Zum Fluchen hatte ich ehrlich gesagt keine Kraft mehr. Die süffisante Frage der App am Ende des Training ob es denn nun „Zu einfach“, „Genau richtig“ oder „Puh, zu schwierig“ war, konnte ich insofern nicht wahrheitsgemäß beantworten, da ich die Einheit ja irgendwie geschafft habe. Wobei „irgendwie“ bedeutet, dass ich immer wieder Pause machen musste, um wieder zu Atem zu kommen. Es müsste die Option „Hab‘s geschafft, aber seid ihr irre“ geben. Naja, mal sehen was die nächste Woche so bringt.

Markus: Meine App und ich sind wieder Freunde. Zumindest hat die Woche 9, die bei mir noch nicht ganz beendet ist, erträglicher begonnen, als das Boot-Camp-Training letzte Woche. Allerdings sind nun ein paar wirklich fiese Übungen hinzu gekommen. Für die seitlichen Bauchmuskeln. Und die tun jetzt weh. Also so richtig. Alles in der Mitte des Bauchs tut auch weh. Ich will schon gar nicht mehr lachen. Denn das tut weh. Lachen Sie nicht!
Aber: Das Training zahlt sich offenbar aus. Man(n) selbst merkt ja eigentlich nie so richtig, ob sich was verändert und wenn ja wo, doch der Armumfang hat auf jeden Fall zugelegt. Und der Bauch scheint schmaler zu sein. Jedenfalls passen mir wieder Hosen, die in den letzten Jahren irgendwie immer enger geworden sind. Schuld waren sicher diese Kalorien. Sie wissen ja: Kalorien sind diese seltsamen Lebewesen, die nachts Hosen enger nähen.
Was ich aber noch nicht erreicht habe, ist der Punkt, an dem man ohne Training nicht mehr leben kann. Es ist immer noch mühsam, sich aufzuraffen. Vielleicht kommt das ja dann in Woche 10. Woche 10? Wahnsinn, wir nähern uns dem Ziel!

Benjamin: Huch, ich bin ja schon in Woche 10 angelangt. Offenbar hab ich das Training ein paar Mal ein oder zwei Tage zu früh abgeschlossen, woraufhin direkt die neue Woche gestartet ist. Naja, was solls. Bin ich eben vor den Kollegen fertig.
Aber beim Aufrufen des neuen Plans gleich die nächste Überraschung: Results drückt mir in der zweiten Trainingseinheit schon wieder 100 Hampelmänner rein??
Mein Plädoyer an die Entwickler: Bitte lasst mich doch nicht nur das Training als Ganzes bewerten, sondern auch sagen, welche der bis zu fünf Übungen pro Training der Knackpunkt waren. Und bitte berücksichtigt mein Feedback. Eventuell tut ihr das ja schon – aber ich spüre momentan recht wenig davon.
Zum Abschluss aber auch noch ein paar positive Worte, quasi eine Art Zwischen-Fazit: Ich bin echt froh, mit der App zu trainieren. Die Schließzeiten meines Schwimmbads und schlechtes Jogging-Wetter lassen mich gerade recht kalt. Ich habe mit Results – auch wenn es an der ein oder anderen Ecke noch hakt – eine schöne Bereicherung meines persönlichen Fitness-Programms gefunden.

Halyna: Ich bin wieder sozusagen im Sattel: Nach rund zwei Wochen Pause habe ich meine sechste Woche abgeschlossen. Da die meisten Übungen aerobischer Natur waren, haben sie ziemlich gut geholfen, gegen den Muskelkater von meinem Krafttraining anzukämpfen.
Runtastic schickt jede Woche ein kurze Zusammenfassung zu den gemachten Trainings, in den vergangenen Wochen kamen zwei traurige an: „Wir vermissen dich.“
Diesen Dienstag kam eine etwas andere Meldung, demnach hätte ich mit den Trainings bereits Tausend zusätzliche Kalorien verbrannt, dies ist genau so viel wie zwei Tafeln Milchschokolade oder eine mittlere Pizza. Solche Auswertungen, finde ich, sind ein zweischneidiges Schwert: Sie können zu mehr Sport motivieren, können auch enttäuschen. Wenn man bedenkt, dass nach manchen Angaben 9.000-10.000 Kalorien schmelzen müssen, damit ein Kilo Fett von den Hüften weicht. Ich war übrigens von der Anzeige auf der Apple Watch, als ich sie mal testen durfte, regelrecht beleidigt. Die smarte Uhr zeigte mir nach anderthalb Stunden Krafttraining mit Kardio-Einheiten 200 bis 250 verbrannten Aktivitätskalorien.
 

Woche 9: Eine Analyse der Results-Übungen

Christian: Mein heutiger Bericht fällt diesmal sehr kurz aus. Grund dafür sind vier Abendtermine in dieser Trainings-Woche. Theoretisch hätte ich mein Pensum da zwar schaffen können. Faktisch stand ich aber nur einmal auf der Matte, und hänge damit noch in der Vorwoche fest. Im direkten Vergleich mit den Kollegen stelle ich fest, dass Markus und ich sehr ähnliche Trainingspläne haben, aber auch im Vergleich zu den anderen beiden unterscheiden sich vor allem die Anzahl an Wiederholungen, die Übungen an sich aber eher wenig. Ausgehend von der offensichtlichen Tatsache, dass ich der am wenigsten trainierte Teilnehmer unserer Gruppe war und bin, hätte ich mir schon etwas mehr Individualität gewünscht. Inwiefern mein Feedback an die App überhaupt berücksichtigt wurde, kann ich auch im direkten Vergleich mit den anderen nicht rekonstruieren.

Markus: Mitleser, Freunde und Fans unseres Projekts: Ich sehe langsam Licht am Ende des Tunnels. Und das wird höchste Zeit. Denn einige der neuen Übungen sind echt doof. Was ich extrem hasse, sind Übungen, bei denen ich springen muss. Das geht erstens auf die Beine und zweitens bin ich ganz schön am Pumpen. Ich sauge quasi sämtlichen Sauerstoff aus der Wohnung. In mich. Die Kids müssen derweil in den Keller um nicht zu ersticken. Doch im Ernst: Nach zehn Wochen regelmäßigen Trainings kann ich eins schon sagen: Das wird für mich erst der Anfang sein. Sicherlich: An der ein oder anderen Stelle gibt es durchaus Verbesserungen und ich fühle mich um einiges fitter als zuvor. Aber RICHTIG fit bin ich noch lange nicht. Da merkt man eben das jahrelange Sitzen im Büro.
Aber: Diese zehn Wochen sind ein Anfang auf meinem persönlichen Weg zu einem gesünderen Lebenswandel. So lange mir jedoch die ein oder andere Nascherei und das ein oder andere Feierabendbier erlaubt sind, passt das auch. Wir werden natürlich am Ende der Aktion die App und deren Folgen ausführlich bewerten.

Benjamin: Manche Übungen fallen mir sehr leicht – Punches oder Russian Twists zum Beispiel. Andere find ich sehr schwierig – Liegestütze etwa. Es wäre ein Traum, wenn ich das der App so mitteilen könnte. Bis die Entwickler so eine Möglichkeit nachschieben, überlege ich nun, die schwierigen Kandidaten außerhalb des normalen Trainings extra zu üben. Im Unterpunkt „Einzelworkouts“ kann ich das auch mit Results tun. Die Übung „Alpha“ beispielsweise bietet 2x je 20 Walking High Knees, 20 High Knees, 20 Push-ups und 20 Walking Lunges. Dauer: 2-5 Minuten. Bevor ich so eine Extra-Schicht einlege, muss ich aber erst mal gesund werden. *Hatschi!*

Halyna: In dieser Woche habe ich mich neben der App und den Übungen etwas mit Daten und Excel-Tabellen befasst. In einer Tabelle habe ich die sämtlichen Workouts, Runden, Übungen und deren Wiederholungen aufgeschrieben, die ich so während dieser acht Wochen gemacht habe. Das erste Fazit: Es gibt extrem viel Workouts, die sich eins zu eins wiederholen. Das menschliche Gedächtnis ist doch viel löchriger als eine Excel-Tabelle, aber in den vergangenen Wochen hatte ich mehrmals das Gefühl: Das Workout habe ich schon mal gemacht. Da Markus am weitesten von uns vieren gekommen ist (Woche 10 – alle Achtung), habe ich seine Daten als Grundlage genommen. Insgesamt waren es seit November 31 Workouts, die er geschafft hat. Elfmal haben sich in dieser Zeit mehrere der Übungssequenzen wiederholt, mit geringfügigen Änderungen der Wiederholungen, sprich, in zehn Wochen waren es zwanzig einzelne Workouts. In diesen zwanzig Workouts, die sich mal aus drei, öfter aus vier, und manchmal aus fünf Übungen zusammengesetzt haben, kommt man auf die beachtliche Zahl von 89 Übungen, die in diesen Workouts vorkommen. Sobald man auch hier die Dubletten herausfiltert, bleiben 35 einzelne Übungen, woraus sich sämtliche Workouts zusammengesetzt haben. Man muss hier fairerweise anmerken, dass die App noch Aufwärm- und Dehn-Übungen anbietet. Die Aufwärm-Übungen sind jedoch vor jedem Workout gleich und kommen auch mal im Grund-Workout vor. Die App verspricht 120 HD-Videos mit Bodyweight-Übungen, in der Praxis kommt (bislang) nur rund ein Drittel davon vor. In den nächsten Wochen sollten wir uns mit dem Vergleich der einzelnen Trainings-Pläne aller vier Teilnehmer befassen, um einschätzen zu können, ob die App das Versprechen der personalisierten Trainings-Pläne hält.

Woche 10: Das 26-Stunden-Training

Christian: Nachdem ich letzte Woche an dieser Stelle mein schlechtes Gewissen kundgetan habe, kann ich diese Woche voller Stolz sagen, dass ich trotz 3-tägiger-Geschäftsreise mein gesamtes Wochenpensum geschafft habe. Grund dafür ist gute Planung, da ich am letzten Wochenende Samstag, Sonntag und Montag trainiert habe – normalerweise stelle ich mich nur jeden zweiten Tag auf die Matte. Umso erstaunlicher ist, dass ich trotz dreier wirklich anstrengender Trainingseinheiten dazu jetzt überhaupt in der Lage bin. Das wäre vor 10 Wochen definitiv nicht der Fall gewesen. Da war nach jeder Einheit noch zwingend ein Tag Schonung erforderlich. Das bedeutet aber auch, dass die Quälerei langsam ihre Früchte trägt. Und so gehe ich mit einem gemischten Gefühl in die nächsten Wochen. Einerseits freue ich mich auf die Zeit danach, wenn diese zusätzliche organisatorische Herausforderung für mich wieder wegfällt. Andererseits ist es aber genau das, was dieses Projekt für mich so zufriedenstellend und erfolgreich macht.

Markus: Oh Herr, ich habe gesündigt. Ich habe in dieser Woche das Training geschwänzt. Ich hab schon ein ganz schlechtes Gewissen, aber es ging nicht anders. Denn in dieser Woche war ich auf Geschäftsreise. Und England trägt den Namen zu Recht. So ein enges und kleines Hotelzimmer hatte ich ehrlich gesagt noch nie. Das Zimmer war für seinen angedachten Zweck perfekt, schlafen hat geklappt. Doch um das Bett herum gab es schlicht keinen Platz für irgendeine Art von Training.
Und ehrlich gesagt: Auch wenn Platz gewesen wäre. Welchen Eindruck macht das denn im Hotel, wenn laute Schnauf- und Stöhngeräusche kombiniert mit Flüchen zu hören sind? Die Nachbarn denken sich ja sonstwas. Da kann ich mir die Online-Bewertungen schon vorstellen „Das Zimmer war ja ganz nett und ruhig war es auch, ab diese täglichen SM-Partys haben ganz schön genervt…“. Außerdem war ich Abends froh, ins Bett zu kommen, an Training war also nicht zu denken. Da diverse Kollegen auch ein wenig hinterher hängen, macht es aber nichts, so kommen wir quasi gleichzeitig ins Ziel. Ab morgen geht’s wieder los. Versprochen!

Das 26-Stunden-Training. Okay, kann auch sein, dass das Tablet über Nacht weitergelaufen ist...

Benjamin: Ich hinke nun ebenfallls ein paar Tage hinterher. Allerdings war ich nicht auf Geschäftsreise, sondern mich hat eine schlimme Erkältung erwischt. Als ich schließlich dachte, die Keime besiegt zu haben und mich auf den Trainings-Teppich stürzte, wurde ich nach zwei Runden eines Besseren belehrt. Mir fehlte es einfach noch an der Kraft, die Übungen zu bewältigen. Ich legte das Tablet zur Seite und vollendete das Training erst am Tag darauf. Mangels Pause-Taste meint Runtastic Results nun, ich habe ein bisschen länger gebraucht. Nunja. Dafür bin ich nun wieder komplett gesund und gespannt auf die neue Woche.

Halyna: Diese Woche habe ich mir die Daten näher angeschaut, die wir in eine gemeinsame Tabelle zusammengeführt hatten. In qualitativer Hinsicht haben wir bereits festgestellt, dass die App für jeden einzelnen Teilnehmer, egal ob fit oder schlapp, Mann oder Frau, jung oder noch jung, die gleichen Übungssequenzen bereitstellt. Bei diesem Aspekt kann keine Rede mehr von der persönlichen App sein. Doch wie schaut es aus mit der individuellen Belastung? Kann die App auf die Bedürfnisse jedes einzelnen eingehen und gegebenenfalls die Wiederholungen oder die Runden anpassen?

Analyse der vier Results-Trainingspläne in unserem Test

Die Antwort hier lautet – jein. Um die quantitative Belastung auf eine gemeinsame Basis bringen zu können, hatte ich für jede Wiederholung einer x-beliebigen Übung einen Punkt vergeben. Genauso gewichtet sind die Sekunden bei den Übungen wie die Wall-Sits oder diverse Planken. Ab dann war es leicht, die Summe der Punkte für jeweilige Runde, Workouts und schließlich eine Woche bei jedem einzelnen Teilnehmer zu berechnen. Einmal über eine Pivot-Tabelle gejagt, konnte ich schließlich den zeitlichen Verlauf über sieben Wochen für jeden einzelnen von uns darstellen. Daraus folgt: Die App reagiert schon auf die Feedbacks am Ende jeder Woche, ob die Belastung zu hoch, zu niedrig oder OK war. Das zeigt die fliederfarbene Linie meiner Workouts: Ich habe irgendwann mal nach der Woche eins gesagt, mir ist das Ganze zu leicht, deswegen hat die App die Anzahl der Wiederholungen etwas erhöht. Man sieht aber, dass dies erst ab Woche 3-4 zu funktionieren schein. Bis Anfang Woche 3 hatten wir alle vier fast identische Workouts trotz der absolvierten Einstufungstests und unterschiedlichen Größe, Gewicht und Geschlecht. Hier muss man noch den Sonderfall Markus erwähnen – er hat in Woche 1 vier Workouts gemacht, alle anderen dagegen – drei, deswegen geht beim Punkt vier die Linie auf den Nullpunkt. Der Rest entwickelt sich erstaunlich identisch. Man kann sehen, dass sich die Linien von Bennis und Markus Workouts fast überall überlappen, das heißt, die beiden haben identische Übungen und Übungswiederholungen. Etwas aus der Reihe reißt die Gerade von Christian in der Woche sechs aus. Durch einen Bug (?) hat er wohl die Woche fünf oder vier übersprungen, und hat wohl in der Woche sechs die Workouts der Woche sieben erhalten. Die fallen dadurch auf, dass die App von jedem in den vier Runden á 100 Hampelmänner verlangt. Deswegen gehen bei allen fast synchron die Belastungslinien nach oben, bei Christian hat sie sich nur um eine Woche verschoben.

Woche 11 –

Christian: Erstmal Glückwunsch Benjamin, der seine 12 Wochen wohl schon geschafft hat. Ich hänge weiterhin hinterher. Die letzte Woche bescherte mir eine mittlere Erkältung – gesund genug für das Büro, aber zu krank für mehr als 2 Liegestützen. Aus diesem Grund fiel es diese Woche leider für mich aus. Ab morgen sollte mein Zustand aber wieder Runtastic-fähig sein. Mal schauen was die App für mich bereit hält.

Markus: Im Gegensatz zu Kollege Benni hänge ich knapp eine Woche hinterher. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich in der fehlenden Woche nicht faul herum lag, sondern eine Woche beim Snowboarden war. Dummerweise hatte ich danach an allen möglichen Stellen Muskelkater. Wofür mache ich eigentlich das ganze Training?? Ich weiß schon: Je nach Sport werden unterschiedliche Muskelpartien mehr oder weniger stark beansprucht. Da kann Results nun nicht viel dran ändern. Wie gesagt, Woche 11 habe ich fast. Jetzt sind es noch vier Trainingseinheiten bis zum Ziel.
12 Wochen. Um ehrlich zu sein habe ich zu Beginn der Aktion schon ein wenig gezweifelt, ob ich das auch tatsächlich durchhalte, ohne zu schummeln. Aber bislang hat es geklappt. Jetzt noch eine Woche durchziehen und dann wird es Zeit für ein abschließendes Fazit.

Benjamin: Geschafft! Nach der letzten Übung musste ich einen weiteren 15-Minuten-Test absolvieren, analog zum Anfang der Aktion vor 11 Wochen. Wie bereits weiter unten erklärt, habe ich wohl ein paar mal meine Übungen nicht in sieben, sondern in fünf oder sechs Tagen absolviert. Darum bin ich vorzeitig fertig geworden. Der Test verlief gut, ich konnte mich in jeder Disziplin steigern. Mal deutlich, mal weniger deutlich. Abschließend bescheinigte mir die Results-App gute Ergebnisse – aber auch noch großes Potential. Und schwups startete ein neuer 12-Wochen-Plan. In diesem stecken gleich ein paar neue Übungen, die ich vorher nicht zu Gesicht bekam.
Ich bin ehrlich gesagt noch unschlüssig, ob ich nochmal 12 Wochen anpacken soll. Das Training hat mir meistens Spaß gemacht und das Resultat ist nicht schlecht. Den Wandel oben auf dem Bild habe ich aber nicht mitgemacht. Immerhin: Bauch und Oberschenkel sind fester geworden und der Armumfang ein wenig größer – bilde ich mir zumindest ein. Ich hab also sichtbar vom Training profitiert. Andererseits würde ich mir eine Möglichkeit wünschen, nur zweimal pro Woche zu trainieren, damit ich wieder öfter Schwimmen gehen kann. Und mehr Feedback-Möglichkeiten wären auch toll.
Mein Fazit: Gute App mit straffem Trainingsprogramm. Man sollte sich aber darauf einstellen, die Marketing-Bilder nicht ganz nachahmen zu können. Und günstig ist Results auch nicht unbedingt. Ich attestiere Runtastic Results gute Ergebnisse, aber auch noch Potential – getreu meinem App-internen Trainings-Ergebnis.

Halyna: Unser Live-Experiment nähert sich seinem Ende zu, nun ist es an der Zeit, das Fazit zu ziehen. Für mich persönlich hat sich mit der App eher weniger geändert. Ich habe in der Zwischenzeit den Trainingsplan im Fitnessstudio umgestellt, so sind die Ergebnisse auch noch dadurch verfälscht worden. Zugegebenermaßen habe ich keinen Six-Pack-Bauch bekommen wie der Runtastic-Mitgründer auf dem Aufmacher-Foto. Ich habe auch ein paar Trainerinnen gefragt, ob es mit der App überhaupt möglich ist. Die Antwort lautet Jein. Damit der Six-Pack zum Vorschein kommt, sind mehrere Faktoren notwendig. Zum einen müssen logischerweise die Bauchmuskeln trainiert werden, die App liefert dazu Bauchmuskel-Übungen zu Genüge. Zum anderen sieht es wohl so aus, dass der Mann auf dem zweiten Foto ziemlich viel Fett verloren hat. Das heißt, der Fettanteil im Körper hat sich reduziert, dafür haben die Muskeln zugenommen. So eine Umwandlung kann aber nicht nur mit dem (Kraft)-Training stattfinden, hier ist eine strickte Ernährungsumstellung notwendig. Auch wichtig dabei ist, wie viel man sich insgesamt an einem Tag bewegt, das heißt, den Tages-Ablauf müsste man auch verändern hinsichtlich Treppe-Steigen, mal zu Fuß laufen statt mit dem Bus fahren etc. Dazu sind drei Monate viel zu kurz um sich in eine Bikini-Figur oder den Superman-Körper reinzuhungern oder reinzupumpen. Alles in allem ist die App ein guter Start in die Sport-Welt, hat man die Hürde genommen und die Übungen zur Gewohnheit gemacht, kann man darauf ausbauen, und sich eine Beratung von einem echten Menschen holen. Denn nichts ist tödlicher für für den künftigen Six-Pack-Bauch als der anfängliche Elan und anschließendes Desinteresse. In dem Sinne: Auf ein Neues (Training, natürlich).

Woche 12

Christian: Diese Woche bescherte mir eine ganze Reihe neuer Übungen. Unter anderem auch einen neuen letzten Platz auf meiner internen Beliebtheitsskala. Die Quälerei hört auf den sperrigen Namen Flat-out-Burpee und ist gewissermaßen eine Kombination aus Liegestütz mit anschließendem Aufspringen und Hüpfen. Nach den ersten 30 Wiederholungen bei meinem Training heute um 5:30 war ich eigentlich schon wieder durch. Aber das war nur die erste von 5 Übungen und 5 Runden. Als ich am Ende reglos aber hektisch schnaufend auf der Matte lag und meine kleinere 2 jährige Tochter mich im Schlafanzug – mit Schnuller und Buch in der Hand -entgeistert anschaut, denke ich kurz darüber nach, ob der Anblick für sie jetzt wohl traumatisch ist. Als sie sich dann auf mich drauf setzt und hophophop sagt, weiß ich, dass sie drüber wegkommen wird.
Da das diese Woche bereits mein 4. Training war, hole ich meinen zeitlichen Rückstand gerade etwas auf. Dennoch werde ich nächste Woche wohl noch nicht fertig werden, sondern in etwa eine Woche mehr brauchen. Ich habe den zeitlichen Aufwand ehrlich gesagt unterschätzt, weshalb ich aus Zeitmangel nun auch vermehrt früher aufstehe, um mein Pensum zu schaffen.

Markus: Geschafft!!! (fast)
 
Eine Trainingseinheit. Eine vermaledeite Trainigseinheit. Wäre mir nicht an einem Tag diese Woche etwas dazwischen gekommen, wäre ich jetzt auch durch. Aber egal. Das Training werde ich heute, spätestens morgen erledigen, dann habe auch ich die 12 Wochen geschafft. Zeit also für ein abschließendes Urteil:

  1. Das Training hat in der Regel Spaß gemacht. Vor allem der Aspekt, alle Übungen zu Hause durchführen zu können, kommt meinem Lebensrhythmus extrem entgegen.

  2. Die App ist ganz ok und die Übungen sind recht anschaulich beschrieben. Aber: Ohne Vorkenntnisse sollte man die Finger davon lassen, die Verletzungsgefahr wäre zu groß. Auch Fehlbelastungen können schnell passieren. Einsteigern sei also zunächst der Gang zum Profi empfohlen.

  3. In der App beziehungsweise während der Trainigseinheiten fehlt mir eine manuelle Pause-Funktion. Manche (neuen) Übungen sind doch recht schwer und erfordern durchaus den ein oder anderen Durchschnaufer. Da nervt es, wenn die Zeit für die nächste Übung schon weiterläuft.

  4. Die Ergebnisse sind für mich persönlich in Ordnung. Ich habe die eine oder andere Ausbuchtung mehr an Stellen, an denen zuvor zu wenig war und die ein oder andere Ausbuchtung weniger an Stellen, an denen zuvor zu viel war. Ein Sixpack habe ich trotz längerer Suche nicht gefunden, aber in Summe fühle ich mich fitter, ein wenig stärker und straffer – und das ist doch auch was.

Die App hat mir schon einen neuen Trainingsplan für die kommenden 12 Wochen angekündigt. Werde ich weitermachen? Ja, allerdings freue ich mich auch schon wieder auf die sommerlichen Joggingrunden. Es wird also vermutlich weniger Trainings mit Results sondern eine Mischung aus Joggen und Krafttraining werden. Hier fehlt mir eine Verknüpfung der beiden Apps, oder eine Möglichkeit, nur zwei Trainingseinheiten pro Woche mit Results durchzuführen.
Alles in allem: Hat (meistens) Spaß gemacht, es hat was gebracht und ich bin durchaus ein wenig stolz auf mich, das tatsächlich ohne zu schummeln durchgezogen zu haben.

Woche 13

Christian: Wenn alles nach Plan läuft, ist das heute mein vorletzter Post. Nächste Woche sollte dann auch ich über die Ziellinie unseres 12-Wochen-Trainings laufen. In der letzten Woche fing die App nun noch an innovativ zu werden, denn es gab fast nur neue Übungen. Wobei „neu“ ein zu großes Wort dafür ist, denn es handelt sich in der Regel nur um etwas schwierigere Abwandlungen bekannter Übungen. Nichts desto trotz war die Woche insgesamt sehr anstrengend. Wahrscheinlich auch, weil ich mich in den letzten Monaten stark an die bekannten Bewegungsabläufe gewöhnt habe, und die neuen Übungen diese Gewohnheit durchbrechen. Auch wenn das Ergebnis natürlich nicht dem Marketing-Versprechen der App entspricht, fühle ich mich dennoch wieder deutlich fitter und stärker als vor 12-Wochen. Das hat mir somit wieder die Tür zum Sport geöffnet, den ich im Frühjahr dann hoffentlich auch wieder draußen machen kann. Das der Vorher/Nachher-Effekt bei mir nicht in der Form eintrat, liegt aber sicherlich nicht nur an der App, sondern vor allem an mir. Ich habe ja ausschließlich die Übungen gemacht, die ganzen Ernährungs-, Schlaf-, und Work/Life-Balance-Tipps habe ich nicht umgesetzt.

Kampf dem Schweinehund: 6 aktuelle Fitness-Tracker im Vergleich

 

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Anti-Malware für Android im Test

AV-Test hat einen neuen Test der besten Anti-Malware-Apps für Android veröffentlicht. Alle Testkandidaten haben die Mindestanforderungen erfüllt, wenn auch zum Teil nur knapp.

Alle zwei Monate führt das Magdeburger AV-Test Institut einen Zertifizierungstest für Schutzprogramme unter Android durch. Für den Testlauf im Januar haben die Hersteller insgesamt 27 Produkte zur Prüfung eingereicht. Von diesen haben wir wieder zwei aussortiert, da sie nur mit chinesischer Bedienoberfläche erhältlich sind. Alle Tests wurden auf realer Hardware (nicht im Emulator) unter Android 5.1.1 durchgeführt. Der vorherige Test fand im November statt.

Die Tester prüfen die Produkte in den Kategorien Schutzwirkung und Benutzbarkeit. Für die Schutzwirkung wird die Malware-Erkennung bei bis zu vier Wochen alten Schädlingen sowie im Echtzeittest bei tagesaktueller Malware geprüft. die Kategorie Benutzbarkeit fasst die Einflüsse der Apps auf die Akkulaufzeit und die Geschwindigkeit sowie den erzeugten Datenverkehr und die Fehlalarme zusammen. Es gibt jeweils maximal sechs Punkte pro Kategorie. Für sinnvolle zusätzliche Schutzfunktionen wie Spam-Filter, Backup oder Verschlüsselung gibt es einen Zusatzpunkt. Produkte, die insgesamt mehr als acht Punkte erreichen, erhalten ein Zertifikat.

Die Testergebnisse
Alle Testkandidaten haben die Mindestanforderungen für ein Zertifikat erfüllt. Bei Lookout hat es jedoch nur knapp gereicht, denn die Schädlingserkennung ist im Test deutlich hinter der aller anderen Apps zurück geblieben. An der Spitze liegen acht Produkte, die volle 13 Punkte erzielt haben. Das Mittelfeld bilden neun Apps, die mit jeweils 12,5 Punkten nur knapp hinter der Spitze liegen und ebenfalls empfehlenswert sind. Erst im unteren Drittel der Tabelle liegen die Ergebnisse etwas weiter auseinander. Hierfür sind vor allem schlechtere Resultate bei der Malware-Erkennung verantwortlich.

Bei der Benutzbarkeit gibt es hingegen nur geringe Unterschiede. Kein Testkandidat hat weniger als fünf Punkte erreicht. Erfreulich gering ist die Zahl der im Test aufgetretenen Fehlalarme. Lediglich AVG, Ikarus, Norton/Symantec und Tencent haben je einmal falschen Alarm ausgelöst, alle anderen gar nicht. Außer bei Webroot, das durch eine höhere Bremswirkung aufgefallen ist, haben die Tester bei keinem der geprüften Produkte Einschränkungen der Benutzbarkeit gefunden.

Bei sinnvollen Zusatzfunktionen unterscheiden sich die Apps zum Teil erheblich. Das liegt zum Teil daran, dass die Hersteller solche Funktionen einer teureren Premium-App vorbehalten. Neuling Zemana kommt mit leeren Händen, NSHC X-Droid bringt nur eine Rooting-Erkennung mit und Antiy beschränkt sich auf einen Web-Filter und eine Anrufersperre. Quick Heal und Sophos bieten fast das volle Programm – Sophos sogar kostenlos, nur ein Backup fehlt. Fast alle Programme bieten Funktionen für den Diebstahlschutz. Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie auf der Website des AV-Test Instituts .

Hersteller/Produkt

Schutz

Benutzung

Extras

Summe

Antiy AVL 2.4

6,0

6,0

1,0

13,0

Bitdefender Mobile Security 3.2

6,0

6,0

1,0

13,0

Bullguard Mobile Security 14.0

6,0

6,0

1,0

13,0

ESET Mobile Security & Antivirus 3.2

6,0

6,0

1,0

13,0

G Data Internet Security 25.9

6,0

6,0

1,0

13,0

Kaspersky Internet Security 11.9

6,0

6,0

1,0

13,0

Qihoo 360 Antivirus 2.1

6,0

6,0

1,0

13,0

Sophos Mobile Security 6.0

6,0

6,0

1,0

13,0

Symantec Norton Mobile Security 3.13

6,0

5,5

1,0

12,5

AhnLab V3 Mobile 3.0

5,5

6,0

1,0

12,5

Avast Mobile Security 4.0

5,5

6,0

1,0

12,5

Avira Free Android Security 4.3

5,5

6,0

1,0

12,5

Cheetah Mobile Clean Master 5.11

5,5

6,0

1,0

12,5

Cheetah Mobile CM Security 2.8

5,5

6,0

1,0

12,5

Intel Security (McAfee) Mobile Security 4.5

5,5

6,0

1,0

12,5

PSafe Total 3.0

5,5

6,0

1,0

12,5

Trend Micro Mobile Security 7.0

5,5

6,0

1,0

12,5

Tencent WeSecure 1.4

5,5

5,5

1,0

12,0

QuickHeal Total Security 2.01

5,0

6,0

1,0

12,0

Ikarus mobile.security 1.7

4,5

5,5

1,0

11,0

NSHC Droid-X 3.0

4,5

6,0

0,0

10,5

Zemana Antivirus 1.0

4,5

6,0

0,0

10,5

Webroot SecureAnywhere Mobile 3.7

4,5

5,0

1,0

10,5

AVG AntiVirus Free 5.1

4,0

5,5

1,0

10,5

Lookout Security & Antivirus 9.33

1,5

6,0

1,0

8,5

 

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