Test: Smartphone Medion X5520

Einen Rolls-Royce zum Mittelklasse-Preis? Hersteller Medion lanciert mit dem Smartphone Life X5520 ein rassiges Handy für nur 299 Franken. Der Test zeigt, wie sich das 5,5 Zoll grosse Android-6-Modell schlägt.

Mit dem Life X5520 lanciert Hersteller Medion ein 5,5 Zoll (Bilddiagonale: 13,97 cm) grosses Mittelklasse-Smartphone. Das 299 Franken teure Modell ist sauber verarbeitet. Das 8,9 Millimeter dicke Gerät kommt im hochwertigen Metallgehäuse, dessen Ränder rund geschliffen sind. Mit einem Gewicht von 163 Gramm gehört das Android-6-Modell (Marshmallow) zwar nicht mehr zu den leichtesten Handys, dafür liegt es umso besser in der Hand.

Medion X5520: im edlen Metallgehäuse Medion X5520: im edlen Metallgehäuse Zoom© Medion

Am linken oberen Gehäuserand befindet sich der Einschub für gleich zwei Nano-SIM-Karten. Konfigurieren lässt sich das Life X5520 wahlweise mit zwei SIM-Karten (Dual-SIM-Funktion!) oder einer SIM- plus einer microSD-Speicherkarte, um die Speicherkapazität von 64 GB weiter zu erhöhen. Das IPS-Display löst mit Full HD (1920 x 1080 Pixel) auf. Die Blickwinkelunabhängigkeit liegt bei ordentlichen 150 Grad – horizontal wie vertikal. Farben werden ohne zu überzeichnen dargestellt, der Kontrast bleibt kräftig. Auch bei der Bedienung des Touchscreens attestieren wir dem Modell gute Noten. Das Panel reagiert präzise, Menüs lassen sich ruckelfrei hin- und herschieben, Apps wiederum verzögerungsfrei öffnen. Angetrieben wird das Handy von einem verbauten Achtkernprozessor sowie 4 GB an Arbeitsspeicher. Mit diesen Komponenten erreicht das Smartphone 44120 AnTuTu-Punkte. Guter Durchschnitt. Nach der Grundinstallation blieben von den theoretischen 64 GB rund 50 GB an Speicher noch zur freien Verfügung.

Medion X5520: mit Dual-SIM-Slot Medion X5520: mit Dual-SIM-Slot Zoom© Medion

Medion spendiert dem Handy einen kräftigen 3000-mAh-Akku, was im Praxisbetrieb mit aktiviertem WLAN-n rund 1,5 bis 2 Tage ausreicht. Allerdings kann der Akku nicht ausgetauscht werden, sondern ist im Gerät fest verbaut. Aufladen lässt sich das Life X5520 per microUSB-2.0-Buchse, die sich auf der Unterseite des Geräts befindet. Medion liefert zum Handy ein passendes USB-Kabel sowie ein Netzgerät mit. Um mit dem Smartphone auch Fotos zu schiessen, verbaut der Hersteller rückseitig einen 13-Mpx-Sensor. Herrschen gute bis sehr gute Bedingungen, können die geschossenen Bilder durchaus noch überzeugen. Bei Dämmerlicht nimmt deren Qualität allerdings rapide ab und es kommt schnell zu verrauschten Fotos. Medion gibt auf das Smartphone eine Garantie von zwei Jahren.

Fazit: Ansprechende Mittelklasse zum fairen Preis: Mit dem Life X5520 bringt der Hersteller Medion ein konkurrenzfähiges Mittelklasse-Smartphone auf den Schweizer Markt. Design, Verarbeitung und Speicherkapazität sind top. Kleinere Abzüge gibts bei der Kamera und beim fest verbauten Akku.

  • Medion Life X5520

    Positiv:
    Design, Verarbeitung, Preis, Speichergrösse
    Negativ:
    Fest verbauter Akku, Rückkamera nur bei guten Lichtverhältnissen top
    Details:
    5,5″ (1920 x 1080 Pixel), LTE, Achtkernprozessor (4 x 1,4 GHz, 4 x 1,1 GHz), 4 GB RAM, 64 GB, Dual-SIM, 5-Mpx-/13-Mpx-Kamera, WLAN-n, Bluetooth, Android 6 (Marshmallow), Fingerabdruckscanner
    Strassenpreis:
    Fr. 299.–
    Info:
    www.medion.ch

    PCtipp-Bewertung:

    4 Sterne

    Leserwertung

 

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Was Sie über Bluetooth 5 wissen sollten

Ab sofort ist mit «Bluetooth 5» die neue Kernspezifikation für Bluetooth verfügbar. Das hat die Bluetooth Special Interest Group (SIG) diese Woche bekannt gegeben.

Die Spezifikationen zu Bluetooth 5 wurden im Juni verabschiedet. Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) macht den Standard nun offiziell verfügbar. Das heisst: Gerätehersteller können ab sofort ihre Hardware auf den Markt bringen. Der neue Standard soll die maximale Geschwindigkeit zwischen Sender und Empfänger verdoppeln. Zugleich vervierfacht die verbesserte Funktechnik die Reichweite von Low-Energy-Verbindungen. Statt bisher nur 100 Meter ist nun eine Reichweite von bis zu 400 Metern möglich. Darauf freuen dürften sich nicht nur Musikhörer mit drahtlosen Lautsprechern. Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) erhofft sich vor allem eine grössere Unabhängigkeit von Geräten und Apps, da je länger je mehr «komplexere Datenmengen» übertragen werden. Analysten von ABI Research gehen gemäss der Medienmitteilung der Bluetooth SIG davon aus, dass bis zum Jahr 2021 gegen 48 Milliarden internetfähige Geräte installiert seien, von denen fast ein Drittel auf Bluetooth basieren. 

Bluetooth 5 steht für das Internet der Dinge

Potenzial sieht die SIG besonders in grossen Gebäuden wie Wohnhäusern und Aussenbereichen. Eine Sonderrolle ist den sogenannten Bluetooth-Beacons beschieden. Zahlreiche Funksender können sich in Zukunft mit smarten Geräten verbinden, ohne dass diese ständig gekoppelt werden müssen. Damit wird langfristig mehr Interaktion von Geräten im Raum möglich. Als typische Beispiele nennt SIG die Überwachung von Gepäcksstücken an Flughäfen oder dank Einbindung von Navigationsdiensten eine bessere Unterstützung von Sehbehinderten, um ortsbasierte Informationen vorlesen zu können. Möglich wird das durch die Verachtfachung der Datenpacket-Übertragung. In der Stadt der Zukunft werden nach Schätzungen von Analysten wesentlich mehr Beacons (Low-Energy-Sender) zum standortbasierten Datenabgleich oder zur Navigation genutzt werden. 

Die Hauptvorteile von Bluetooth 5

  • Verdopplung der Übertragungsgeschwindigkeit
  • 800 Prozent mehr Kapazität bei einzelnen Sendepaketen
  • Vervierfachung der Reichweite
  • Verbesserte Übertragungs- und Komprimierungsverfahren

Von Bedeutung sind diese Vorteile auch bei Szenarios wie Wearables (wie Fitness-Armbänder), bei denen häufig in regelmässigen Abständen kleine Datenmengen verschickt werden. Welche Reichweiten mit Bluetooth 5 möglich sind, hängt letzten Endes von den Chipfertigern ab. Im Audiobereich wird sich nichts Wesentliches ändern, zumal bereits mit dem aptX-Codec sehr hohe Qualität erreicht wird.

Erste Hardware wohl ab 2017

Wie schnell Bluetooth 5 erste Hardware-Gehversuche macht, bleibt noch abzuwarten. Mit ersten Geräten ist aber auf Anfang 2017 zu rechnen. Ein Software-Update für Bluetooth 5 wird es nicht geben, jedoch wird der Standard auch weiterhin abwärtskompatibel bleiben. Man wird auch mit einem Bluetooth-5-fähigen Smartphone über ältere Bluetooth-4-Lautsprecher Musik abspielen können. Um alle Vorteile von Bluetooth 5 nutzen zu können, werden aber neue Geräte erforderlich sein.

 

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Ältere Smartphones, die immer noch gut sind

Geld sparen kann man bei Smartphones ganz ordentlich, denn im Vergleich zur letzten Generation wurden die Leistungssprünge geringer. Diese Geräte sind immer noch top!

Bildergalerie Top-Smartphones für wenig Geld Top-Smartphones für wenig Geld 11 Fotos Zoom

Bei High-End-Handys der letzten zwölf Monate kann das Sparpotenzial schnell mehrere Hundert Franken betragen. Daher: Wer klug wählt, muss nicht immer das neuste Top-Smartphone kaufen. Aus aktuellem Anlass haben wir Ihnen die besten Spar-Handys in der Bilderstrecke (rechts) zusammengefasst. Ausserdem wollen wir Ihnen nachfolgend auch ein paar allgemeine Tipps zum Smartphone-Kauf mitgeben.

In diesem Zusammenhang können Sie sich Fragen wie diese stellen: Brauche ich wirklich immer die neuste Kamera, wenn die Verbesserungen vielleicht aus ein paar zusätzlichen Software-Funktionen und einer leicht grösseren Linsenöffnung bestehen? Hier scheiden sich die Geister. Vielfotografierer und Gadget-Verwöhnte würden wohl sowieso immer das neuste Telefon kaufen. Für gelegentliches Geknipse unterwegs reicht aber ein Hauptsensor von ca. 13 Megapixeln.

Prozessor, Speicher, Display und Betriebssystem

Dann gibt es auch ein paar Details, die man ohne schlechtes Gewissen vernachlässigen kann. Beispielsweise beim Prozessor stellen wir in unseren Tests immer wieder fest, dass der neuste Snapdragon 820 im Alltag kaum merklich schneller als der letztjährige Qualcomm-Chip ist. Eine Reihe anderer Faktoren spielen aber beim Smartphone-Kauf durchaus eine entscheidende Rolle:

Beim Speicher sind wir uns einig: Für iOS-10-Verhältnisse sollten iPhone-Nutzer klar zu einem 64-GB-Modell greifen. Bei Android kann man noch eher ein Auge zudrücken und bei wenig Apps und Spielen auch auf ein 32-GB-Modell mit optionaler Speicherkartenerweiterung ausweichen.

Bei der Display-Grösse gibt es fast keine Modelle mehr unter 4,5 Zoll. Wer viel surft, kann auch zu einem grösseren Phablet (mit bis zu 6 Zoll) greifen. Für die meisten Anwender sind aber die Grössen dazwischen eine gute Wahl. Bei der Auflösung sollte die Pixeldichte mindestens 300 ppi betragen. Darauf können Sie auch in den technischen Daten bei den Herstellern achten. 

Zu guter Letzt kann natürlich auch das Betriebssystem eine wichtige Rolle spielen. Bei Android gilt die Faustregel, dass über zweijährige Smartphones irgendwann nicht mehr mit dem aktuellen OS versorgt werden. Daher sollten Sie bei einem alten Telefon genau hinschauen, ob wenigstens noch Android Marshmallow (Android 6.0) mitgeliefert wird. Lollipop (Android 5.0) ist schon ein wenig veraltet, was Gefahren für neue Sicherheitslücken birgt. Es sei denn, Sie bedienen sich aus der Modding-Community und basteln sich selber auf eigene Gefahr eine andere Oberfläche auf das ausrangierte Gerät.

 

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Testbericht: Huawei Mate 9

Mit dem neuen Phablet will Huawei auch Note-7-Abspringer abgreifen. Wie schlägt sich das Gerät im Test?

Eigentlich bietet der Smartphone-Markt auch am oberen Ende der Preis- und Grössenskala genug Auswahl. Doch bei High-End-Phablets fehlte nach dem nicht ganz freiwilligen Ende des Samsung Galaxy Note 7 ein aktuelles Modell. In diese Lücke stösst nun Huawei mit seinem Mate 9, das satte 5,9 Zoll oder 14,9 Zentimeter Bildschirmdiagonale bietet. Dafür verlangt Huawei immerhin 699 Franken, geizt aber auch nicht bei der Hardware-Ausstattung.

Das Aussehen hat sich kaum verändert Das Aussehen hat sich kaum verändert Zoom© Huawei

Wenig Überraschendes erwartet den Käufer beim Design, das sich weitgehend am Vorgänger Mate 8 orientiert. Wie bei diesem Gerät ist die aus einem Aluminiumstück gefräste Hülle, die es hierzulande in Grau oder Silber gibt, erstklassig verarbeitet – Huawei ist hier längst in der Spitzenklasse angekommen. An der Front fällt vor allem auf, dass das grosse Display keinen seitlichen Rand mehr hat und fast die ganze Oberfläche bedeckt. So ist eine – für diese Geräteklasse – relativ kompakte Bauweise möglich, denn das Mate 9 ist praktisch genauso gross wie ein iPhone 7, das aber ein um 0,4 Zoll kleineres Display hat. Dafür ist das Huawei nicht wasserdicht und auch das hohe Gewicht von 190 Gramm nicht jedermanns Sache.

Auf der Rückseite sitzt wieder ein Fingerabdrucksensor, der sehr zuverlässig und schnell funktioniert und über verschiedene Finger auch unterschiedliche Funktionen sowie Wischgesten ermöglicht. An der Unterseite sitzen zwei Lautsprecher und der USB-C-Anschluss. Huawei verkauft das Mate 9 in einer Single-SIM-Version mit zusätzlichem Speicherkarten-Slot und einer Variante mit einem Hybrid-Slot, der eine zusätzliche SIM oder eine MicroSD-Speicherkarte aufnimmt. Vermutlich ist erstere Variante eher für Netzbetreiber und die Dual-SIM-Ausführung für den freien Handel gedacht.

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