Actioncams: der grosse Vergleichstest

Actionkameras gibt es für jedes Budget. Der PCtipp hat vier spannende Geräte genauer unter die Lupe genommen.

von Beat Rüdt, fby 14.12.2016

Actionkameras wurden ursprünglich für Extremsportler entwickelt, die ihr Können in der Luft oder im Wasser und bei jedem Wind und Wetter unter Beweis stellen wollten. Die vier wichtigsten Anforderungen dabei: stossfest, wasserdicht, möglichst klein und trotzdem mit perfekten Videoaufnahmen. Im Weiteren sind die Bedienbarkeit während des Einsatzes, eine lange Akkulaufzeit und die Montagemöglichkeit an Sportgeräten, Helmen sowie Zubehör wie Brustgürtel etc. Faktoren, die den Kaufentscheid beeinflussen können. Wer unter diesen Voraussetzungen Videos produziert, muss vor allem eines: alles aufs Wesentliche reduzieren. 

Welche Actioncams wir getestet haben, sehen Sie in unserem Video:

Lesen Sie den kompletten Test in der neusten PCtipp-Ausgabe. 

Das neue Heft erhalten Sie ab sofort am Kiosk oder als E-Paper.

Einzelausgabe via iTunes kaufen und sofort lesen (Fr. 5.–)

Aktuelles Heft für Android-Gerät downloaden (Fr. 5.–)

zum Inhaltsverzeichnis

Das aktuelle Heft PCtipp 12/2016 digital via PCtipp-E-Paper-App:

Alternativ können Sie den PCtipp natürlich auch abonnieren und verpassen so keine Praxistipps und Kaufberatungen. Übrigens: Der PCtipp ist auch als E-Paper-Abo für nur 48 Franken im Jahr erhältlich.

 

Geliefert von PCTipp

Test: Fujifilm X-T2

Die wetterfeste X-T2 repräsentiert das neue Spitzenmodell von Fujifilm. Sie teilt sich viele technische Eigenschaften mit der kürzlich eingeführten X-Pro2 (zum Test) – darunter den Sensor und weite Teile des Autofokus-Systems. Doch während die X-Pro2 im Kleid einer klassischen Reportagekamera daherkommt, sucht die X-T2 mit ihrem Äusseren die Nähe zu den Profis.

Das Gehäuse

Der grosszügige Wulst an der Vorderseite sorgt dafür, dass die X-T2 hervorragend in der Hand liegt. Alle wichtigen Einstellungen sind durch griffige Bedienräder abgedeckt, sodass die Menüs nur selten bemüht werden.

Griffig Griffig Zoom© ze / PCtipp

Dabei zeigen die Ingenieure viel Liebe zum Detail. So lassen sich die Regler für die Empfindlichkeit und die Verschlusszeit zwar arretieren, aber sie bleiben auf Wunsch auch ungesichert.

Die Räder für ISO und Verschlusszeit bleiben wahlweise arretiert Die Räder für ISO und Verschlusszeit bleiben wahlweise arretiert Zoom© ze / PCtipp

Bei jedem Element wird spürbar, dass die Fujifilm-Ingenieure etwas länger nachgedacht haben. Dazu gehört erst recht der Joystick, mit dem der Fokuspunkt verschoben wird: Er liegt genau unter dem rechten Daumen und ist so nützlich, dass Sie sich nach kurzer Zeit fragen, wie Sie jemals ohne ihn ausgekommen sind. Die Batterie der X-T2 wird wahlweise mit dem beigelegten Ladegerät in Form gebracht oder über USB direkt in der Kamera geladen. «s Füferli und s Weggli» im besten Sinn.

Unbezahlbar: Der Stick unter der Q-Taste verschiebt den Fokuspunkt Unbezahlbar: Der Stick unter der Q-Taste verschiebt den Fokuspunkt Zoom© ze / PCtipp

Display

Das Display lässt sich um 45 Grad nach hinten oder um 90 Grad nach oben kippen. Mit einem Druck auf die Entriegelung kippt es ausserdem um 45 Grad nach rechts, um Aufnahmen im Hochformat zu erleichtern.

Dieses Klapp-Display hätten wir gerne auch bei der Fujifilm X-Pro2 gesehen Dieses Klapp-Display hätten wir gerne auch bei der Fujifilm X-Pro2 gesehen Zoom© ze / PCtipp

Leider konnte sich Fujifilm nicht dazu durchringen, der X-T2 ein Touch-Display zu spendieren. Für die Bedienung spielt das keine grosse Rolle, denn das neu gestaltete Menü und vor allem das universelle «Q»-Menü bieten alles, was die Bedürfnisse des Fotografen abdeckt – doch die Videofilmer werden die Vorzüge eines solchen Displays vermissen.

Das Q-Menü zeigt alle wichtigen Einstellungen auf Knopfdruck Das Q-Menü zeigt alle wichtigen Einstellungen auf Knopfdruck Zoom© ze / PCtipp Die neue Menüstruktur verbessert die Übersicht deutlich Die neue Menüstruktur verbessert die Übersicht deutlich Zoom© ze / PCtipp

Kartenfächer

Die X-T2 ist mit zwei UHS-II-kompatiblen SD-Kartenschächten ausgestattet. Die Benutzung wird in den Menüs definiert: Bei Sequenziell wird der gemeinsame freie Speicher verwendet. In der Einstellung Sicherung schreibt die Kamera jedes Bild auf beide Karten. Und mit RAW/JPEG werden die RAW-Dateien im schnellen ersten Slot abgelegt, während die JPEGs auf der zweiten Karte landen.

Das doppelte Kartenfach Das doppelte Kartenfach Zoom© ze / PCtipp

Autofokus

Bis anhin galt der Autofokus der X-Serie als Achillesferse, die so manchen Profi abschreckte. Die X-T2 ist ab sofort das Mittel der Wahl, um die Zweifler eines Besseren zu belehren. Der Autofokus arbeitet enorm schnell und bändigte in unserem Test auch quirlige Haustiere und überdrehte Kinder. Genau genommen gehört er zu den schnellsten Vertretern, die wir in der jüngsten Zeit getestet haben.

Wie eine DSLR – aber mit allen Vorzügen einer spiegellosen Systemkamera Wie eine DSLR – aber mit allen Vorzügen einer spiegellosen Systemkamera Zoom© Fujifilm

Doch es kommt noch besser. Der Nachführ-Autofokus lässt sich auf Wunsch an spezifische Motive und Situationen anpassen, die sich als Voreinstellung sichern lassen. Das bedeutet aber auch, dass es eine Lernkurve zu meistern gilt, denn Einstellungen wie «Verfolgungsempfindlichkeit» oder «Zonenbereichsumschaltung» waren bis anhin keine Begriffe, welche die Arbeit eines Fotografen tangiert haben.

Die Einstellungen für den kontinuierlichen Autofokus Die Einstellungen für den kontinuierlichen Autofokus Zoom© ze / PCtipp

Der Autofokus wird von einer optionalen Gesichtserkennung unterstützt, und die funktioniert tadellos. Einzig bei der Augenerkennung blieb die Trefferquote unter den Erwartungen. Es bleibt jedoch die Hoffnung, dass Fujifilm mit einem Firmware-Update nachbessert.

Nächste Seite: Bildqualität

 

Geliefert von PCTipp